UhrenLuxusuhren im Abo: Breitling startet seinen „Select“-Service

Der neue „Select“-Service von BReitling startet jetzt auch in Deutschland.
Der neue „Select“-Service von Breitling startet jetzt auch in Deutschland.PR

Sind gebrauchte Uhren bereits ein Trend von gestern? Schlägt dafür jetzt die Stunde des Luxus-Leasings, bei dem man sich einen neuen Highend-Zeitmesser bequem nach Hause kommen lässt und ihn genüsslich am Handgelenk Probe trägt, zur moderaten Flatrate? Frei nach dem Motto: Drum prüfe, wer sich ewig (um-)bindet. In diese Richtung weist das jetzt von Breitling gestartete #BreitlingSelect-Programm, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer innerhalb eines Kalenderjahres bis zu drei Modelle der Marke testen können. Aus einem begrenzten Portfolio vollständig überarbeiteter Uhren, zu dem auch bekannte Bestseller gehören. Nach den zwölf Monaten kann eine Uhr zum Sonderpreis gekauft werden, für den während des Abonnements gesammelte „Squad Points“ angerechnet werden.

Umsonst ist der Service nicht, in Deutschland stehen den Abonnenten zwei Zahlungsoptionen zur Wahl. Sie können sich für eine monatliche Zahlung entscheiden, bestehend aus einer einmaligen Gebühr von 425 Euro, gefolgt von einer monatlichen Zahlung von 125 Euro über einen Zeitraum von zwölf Monaten. Oder sie können für ein ganzes Jahr im Voraus zahlen, bei dieser Option wird eine einmalige Jahresgebühr von 1815 Euro erhoben.

Das neue Angebot ist das erste seiner Art von einer unabhängigen Marke für hochwertige Uhren und Teil der Strategie, die CEO Georges Kern „inclusive luxury“ nennt. Capital hat Antonio Carriero zu weiteren Details des neuen Angebotes befragt, er ist Chief Digital & Technology Officer von Breitling.

Herr Carriero, wie kommt man auf die Idee so eines Uhren-Abos?

Antonio Carriero ist Chief Digital Officer der Uhrenmarke Breitling.
Antonio Carriero ist Chief Digital Officer der Uhrenmarke Breitling.

ANTONIO CARRIERO: Die Idee entstand bereits vor ein paar Jahren. Das Kundenverhalten und die Erwartungen haben sich in den letzten 20 Jahren der zunehmenden Digitalisierung enorm verändert. #BreitlingSelect ist eine Antwort darauf und ermöglicht ein neues Produkterlebnis für zusätzliche Zielgruppen. Und nicht zuletzt bieten solche individualisierten Angebote eine weitere Chance der direkten persönlichen Interaktion mit einem (potenziellen) Kunden.

Und wenn ich mich nicht entscheiden kann und am Schluss nichts kaufe?

Der registrierte Teilnehmer ist nicht dazu verpflichtet, eine Uhr aus der Kollektion zu erwerben. Das Abonnement endet automatisch nach zwölf Monaten.

Ergibt so viel Wahlfreiheit am Ende einen stimmigen Business Case?

Mit der Einführung unseres Abonnementservice wollen wir vor allem unseren Ansatz des „Inklusiven Luxus“ unterstreichen. Er versteht sich als Einladung in die Welt von Breitling, und zwar auf eine sehr innovative, bequeme Weise. Der Kunde und nicht allein unsere Geschäftsziele stehen dabei im Mittelpunkt.

Nach der Auswahl des Lieblingsmodells dürfen Mitglieder es ausgiebig probetragen.
Nach der Auswahl des Lieblingsmodells dürfen Mitglieder es ausgiebig probetragen.

Welche Erfahrungen haben Sie im Testmarkt USA gemacht, welche Modelle liegen in der Gunst vorne?

Das Programm läuft auch in Amerika erst seit wenigen Monaten, für Favoriten ist die Datenbasis derzeit noch zu dünn. Dafür sammelten wir natürlich vor der Einführung in Europa wichtige Erkenntnisse über alle Aspekte des neuen Angebotes, von der Logistik bis zu möglichen Rückfragen der Teilnehmer.

Wollen Sie dieses Angebot auch zur Marktforschung nutzen, also die Teilnehmer künftig ebenso neue Modelle und Prototypen ausprobieren und Feedback dazu geben lassen?

Nein. Ziel ist es, das digitale Engagement zwischen uns und möglichen Breitling-Kunden zu verstärken. Um den Vorab-Test neuer Uhren geht es nicht.

Sie sind mit diesem Service ein sogenannter „first mover“, oder?

Ja, Breitling ist die erste unabhängige Luxusuhrenmarke, die so ein Abo anbietet. Wir haben in den letzten zwei Jahren unser Direct-to-Consumer-Ansatz im digitalen Bereich verstärkt und dieses Programm ist eine Erweiterung unserer digitalen Strategie.

Breitling erhofft sich dadurch eine engere Kundenbindung und mehr Flexibilität am POS.
Breitling erhofft sich dadurch eine engere Kundenbindung und mehr Flexibilität am POS.

Wie reagiert der Einzelhandel auf Ihre Idee, also die Juweliere?

Die Mehrheit unserer Händler findet unseren Vorschlag interessant und sieht darin eine Form der Kundenbindung. Wir wollen nicht bloß heute oder morgen, sondern auch noch in zehn Jahren relevant sein und diese Herausforderung teilen wir mit den Handelspartnern. Geplant ist zudem, sie aktiv in das #BreitlingSelect-Prorgamm einzubinden, wie genau, werden wir in den kommenden Monaten definieren.

Welche Modelle kämen denn in ihr eigenes Ausleih-Trio?

Am liebsten würde ich aus unserem gesamten Portfolio wählen, aber auch so finden sich genügend begehrte Uhren im Abo-Programm. Und wir haben spannende Ideen, wie wir diese spezielle Kollektion zukünftig erweitern werden.

 


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