Generationen3 Tipps, damit es trotz großer Altersunterschiede im Team klappt

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Symbolbild Generationenmanagementdpa

Wenn Studienabsolventen auf Mitarbeiter kurz vor der Rente treffen, können sprichwörtlich Welten aufeinanderprallen. Die einen hochmotiviert und bereit für den 15-Stunden-Tag, die anderen nicht mehr ganz so begeistert von Überstunden. Die einen mit zig Ideen zum Einbinden neuer Tools und Gadgets, die anderen von der Digitalisierung sämtlicher Prozesse genervt bis überfordert. Die Gegensätze, die sich dabei auftun, belasten oft das Klima im Team. Der klare Vorteil altersgemischter Teams, nämlich die Kombination aus neuen Ideen und langjähriger Erfahrung, bleibt dabei auf der Strecke. So kann die Zusammenarbeit über Altersgrenzen hinweg trotzdem funktionieren.

# 1 Der Chef ist gefragt

Führung ist vor allem in sehr heterogenen Teams ein wichtiges Stichwort: Mehr als sonst muss die Leitung darauf achten, dass Jung und Alt sich nicht über Stereotypen und vermeintliche Stärken und Schwächen definieren und sich nicht überdeutlich in zwei Gruppen separieren. Um Vorurteile abzubauen oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, hilft eigentlich nur, sich besser kennenzulernen und am Teamgeist zu arbeiten. Soll dies nach Feierabend geschehen, kann zwar schon die Gestaltung des Programms eine Herausforderung sein – à la Bowling versus Bouldern. Mit etwas Fingerspitzengefühl sollte dies der Leitung aber gelingen. Auch der Besuch der Eltern bei den Kindern in der Großstadt läuft ja meist glatt.

# 2 Aufgaben gerecht verteilen

Die Älteren bekommen die Aufgaben mit Kundenkontakt, die Jüngeren sind für die digitale Kommunikation zuständig. Das Projekt mit mehr Verantwortung geht an den älteren Mitarbeiter, die dreitätige externe Fortbildung dafür an den Mitte-20-Jährigen. Solche Aufteilungen werden schnell als ungerecht empfunden – vor allem von den Jüngeren – und räumen nicht mit Klischees auf. Natürlich ist es weniger riskant, dem Routinier mit langjähriger Erfahrung einen heiklen Kunden anzuvertrauen. Chefs sollten indes allen Mitarbeitern unabhängig vom Alter vertrauen und ihnen die Möglichkeit geben, sich zu beweisen – und weiterzuentwickeln. Auch die Betonung gemeinsamer Ziele kann helfen.

# 3 Jobrotation

Selbst wenn alle Mitarbeiter gleichermaßen gefördert werden, macht in keinem Team jeder komplett das Gleiche. Um mehr Wissen über und Wertschätzung für das, was die jeweils anderen tun, zu erlangen, bietet sich ein regelmäßiger Aufgabentausch an. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter rotieren und zeitlich begrenzt unterschiedliche Tätigkeiten erledigen. Auch können Entscheidungs- und Kontrollkompetenzen im Team auf mehrere Schultern beziehungsweise mehrere Generationen verteilt werden.