PodcastWarum Deutschland der digitale Umbruch bevorsteht

Uwe Peter ist Deutschland-Chef von CiscoCisco


Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.


Chancengleich – nicht nur „analog“, sondern auch „digital“ ein absolutes Muss, findet Uwe Peter. Er ist Deutschlandchef der US-Firma Cisco, über die hierzulande über 80 Prozent der Internet-Technologie laufen. Chancengleichheit sei für Peter eines von drei zentralen Notwendigkeiten der Digitalisierung, erzählt er im n-tv Podcast „So techt Deutschland“. Die anderen beiden seien Wohlstand und Nachhaltigkeit.

Um diese Punkte macht sich der Manager allerdings keine Sorgen: „Chancengleichheit ist die einzige der drei Kategorien, in der wir massive Einbrüche durch Corona gesehen haben.“ Das ergab eine von Cisco regelmäßig durchgeführte Umfrage. Demnach sagen 13 Prozent der Befragten, die Chancengleichheit habe sich für sie verbessert. 87 Prozent hingegen bemerken keinen Unterschied oder sogar eine Verschlechterung. „Das ist natürlich Sprengstoff aus meiner Sicht.“

im Januar 2020, kurz vor Beginn der Corona-Krise, gaben fast 70 Prozent der Deutschen in einer weiteren Cisco-Umfrage an, dass sie die Bundesrepublik beim Thema Digitalisierung sogar im unteren Drittel sehen. Nichtsdestotrotz sei die Motivation in der Bevölkerung groß: 75 Prozent wollen, dass Deutschland eine Spitzenposition einnimmt. „Diese Lust auf Technik und die Konsumption digitaler Angebote ist durchaus da“, findet Peter.

Das sei auch wichtig, denn ohne Technologieakzeptanz könne es mit der Digitalisierung nicht weitergehen. Genauso brauche es kontinuierliche digitale Schulungen und Weiterbildungen. „Das sind Grundvoraussetzungen“, erklärt der Chef von Cisco Deutschland. „Als nächstes gibt es technische Dinge, die wir tun müssen.“ Dazu zählen die Vernetzung und Innovationskraft.

Digitalisierung sei entscheidend für deutsche Wirtschaft

Auf die Digitalisierung sei man durch die Corona-Krise zwar verstärkt angewiesen, doch auch „nach“ der Pandemie werde man nicht in eine analoge Arbeitswelt zurückkehren. „Die deutsche Wirtschaft weiß seit Langem, dass die Digitalisierung für sie entscheidend ist.“ Schon jetzt geben Firmen mehr als dreimal so viel für Digitalisierung wie für IT aus. „Ich glaube persönlich, dass es eine industrielle Revolution, und zwar die vierte, ist“, meint Peter. Aber: „Wir werden diese Möglichkeiten dieser industriellen Revolution nur nutzen können, wenn wir diese digitale Welt annehmen, akzeptieren und versuchen, dort eine führende Position einzunehmen.“

Wieso der Manager den Bereich des Datenschutzes für kritisch hält und welchen Stellenwert das 5G-Netz haben wird, erzählt er Frauke Holzmeier und Andreas Laukat in der neuen Folge von „So techt Deutschland.“


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