ExklusivNach Exit an Paypal testet Honey den deutschen Markt

Joanne Bradford ist als Unternehmenspräsidentin an Bord, sie war zuvor Managerin beim Fintech SoFiBy TechCrunch - TechCrunch Disrupt NY 2015 - Day 1, CC BY 2.0, Link

Es war einer dieser Deals, der viele überraschte. „Wow! Das ist eine absolut verrückte Bewertung! Vier Milliarden für eine Browsererweiterung… übersehe ich da etwas?“, kommentierte etwa ein Leser des Magazins Techcrunch. Für diesen Milliardenbetrag hatte Paypal im vergangenen Herbst Honey gekauft. Ein US-Start-up, das Rabattgutscheine für Online-Shopper sucht.

Das Unternehmen mit Sitz in Los Angeles war vor dem spektakulären Exit relativ unbekannt, es hatte von Wagniskapitalgebern gerade einmal 40 Mio. Dollar aufgenommen und gehörte nicht zum Kreis der Unicorns, also den Start-ups mit einer Bewertung von mehr als 1 Mrd. Dollar.

In der Startphase tat sich Honey noch schwer, Mitgründer Ryan Hudson arbeitete zwischenzeitlich zwei Jahre lang in einer anderen Firma, weil das Geld nicht für ihn reichte. Investoren konnten die Gründer damals von ihrer Geschäftsidee zuerst nicht überzeugen. Seine Angst sei immer gewesen, „es nicht zu verkacken“, weil Honey etwas besonders sei, sagte Hudson vor drei Jahren gegenüber Business Insider.

Er hat es geschafft und sein Unternehmen für viel Geld an Paypal verkauft. Nun wird der Payment-Anbieter mit seinem teueren Zukauf bald expandieren. Und erste Zeichen deuten darauf hin, dass Deutschland oben auf der Liste steht.

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