Start-upsMega-Funding für N26 ist perfekt

Die beiden N26-Gründer Maximilian Tayenthal und Valentin StalfPR

N26 meldet Vollzug, am Wochenende kam es endlich zum Notartermin. Bei der Finanzierung stecken Investoren wie die Venture-Capital-Spezialisten Third Point, Coatue und Dragoneer rund 775 Mio. Euro in die Berliner Neobank; auch diverse Bestandsinvestoren sind mitgezogen. Am Montag bestätigte das Unternehmen entsprechende Informationen von Capital und Finance Forward.

Die Bewertung liegt bei rund 8 Mrd. Euro. Damit erobert N26 den Status als wertvollstes deutsches Fintech von Trade Republic zurück. Der ebenfalls in Berlin ansässige Neobroker hatte im Mai bei Investoren rund 600 Mio. Euro eingesammelt und war dabei mit 4,3 Mrd. Euro taxiert worden.

Mit dem frischen Kapital will N26 nun weitere 1000 Mitarbeiter einstellen, wie es mitteilt. Aktuell sind es eigenen Angaben zufolge 1500, die bei der 2013 gegründeten Neobank arbeiten. Die neuen Kollegen sollen sich vor allem um die Technologie, Produktentwicklung und digitale Sicherheit kümmern.

Gleichzeitig muss N26 derzeit einige Probleme in den Griff kriegen. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin kritisiert seit Monaten die mangelnde Geldwäsche-Prävention, zuletzt musste N26 eine Millionen-Strafe zahlen.

In der Folge habe sich die Neobank nun mit dem Regulator darauf geeinigt, in den kommenden Monaten das Kundenwachstum auf 50.000 bis 70.000 Neukunden pro Monat zu drosseln. Mit dem Schritt soll die regulatorischen Standards besser eingehalten werden können, heißt es von N26 dazu.


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