History Magnitogorsk: Die Stadt aus Stahl und Wahnsinn

1929: Arbeiter heben die Baugrube für den ersten Hochofen des Magnitogorsk Stahlwerks aus
1929: Arbeiter heben die Baugrube für den ersten Hochofen des Magnitogorsk Stahlwerks aus
© IMAGO / ITAR-TASS
Magnitogorsk wurde nur für einen Zweck gebaut: Um Stahl für die Industrialisierung der Sowjetunion zu produzieren. Es war eines der ambitioniertesten Bauprojekte der Moderne. Für kaum ein anderes wurde ein derart hoher Preis bezahlt

Für das, was in Russland nach der Revolution von 1917 passierte, gab die Lehre von Marx irgendwie recht wenig her – vor allem, wenn man das Land als Schauplatz einer radikalen Modernisierung betrachtet. Einer dieser Orte massiver Umwälzung war Magnitogorsk, ein Ort, der bis 1929 noch nicht einmal existierte.

Doch sind es längst nicht nur die geografischen und geologischen Gegebenheiten, die diese Stadt schnell zu einem Vorzeigeprojekt im Aufbau des Kommunismus in Russland machen – hier gab es Erzvorkommen –, sondern auch die Weite des Raumes drumherum, „in dem eine rücksichtslose Macht Wunder bewirken konnte”, wie Karl Schlögel, Historiker mit Arbeitsschwerpunkt der russischen Moderne, schreibt.


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