PreiseDas wird 2020 billiger beziehungsweise teurer

Ein ICE der Deutschen Bahn
Die Fahrt im ICE wird billigerholzijue auf Pixabay

Bahn:

Bahnfahren wird ab 1. Januar um rund zehn Prozent günstiger. Der Grund ist die reduzierte Mehrwertsteuer. Tickets für den Fernverkehr sind laut DB mit Bahncard-Rabatt ab 13,40 Euro zu bekommen. „Das ist der niedrigste reguläre Preis für eine Fahrkarte im Fernverkehr seit der Bahnreform 1994“, teilte der Konzern mit. Der Super-Sparpreis sinkt von 19,90 auf 17,90 Euro. Auch die Bahncard 100 wird zehn Prozent günstiger. Bei Bahncard 50 und 25 müssen sich Bund und Länder noch einigen.

Fliegen:

Fliegen wird 2020 teurer. Die Luftverkehrssteuer erhöht sich zum 1. April je nach Strecke um rund 6 bis 17 Euro pro Ticket. Die Anhebung ist Teil des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung. So sehen die Erhöhungen konkret aus:

  • innereuropäische Ziele: plus 5,53 Euro auf 13,03 Euro
  • mittlere Distanzen bis 6000 Kilometern: plus 9,58 Euro auf 33,01 Euro
  • Fernflüge: plus 17,25 Euro auf 59,43 Euro

Mindestlohn:

Der Mindestlohn steigt von 9,19 auf 9,35 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn für Auszubildende im ersten Lehrjahr wird auf 515 Euro angehoben. Er soll danach in drei Schritten bis 2023 auf 620 Euro steigen.

Arbeitslosengeld:

Das Arbeitslosengeld II erhöht sich um 1,88 Prozent. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt um 0,1 Punkte auf 2,4 Prozent.

Ehrenamt:

Wer sich ehrenamtlich engagiert, kann 2020 für Aufwendungen (beispielsweise Fahrtkosten) eine höhere Steuerpauschale in Anspruch nehmen. Laut DGB Rechtsschutz dürfen Übungsleiter (etwa ehrenamtliche Sporttrainer im Verein) dann 3000 statt 2400 Euro jährlich steuerlich geltend machen.

Mehrwertsteuer:

Tampons und Binden werden ab 1. Januar 2020 nur noch mit 7 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer belastet. Damit gelten diese Damen-Hygieneprodukte offiziell als Artikel des täglichen Grundbedarfs. Bei einem Preis von 3 Euro sinkt die Mehrwertsteuer von 57 auf 21 Cent. Der höhere Steuersatz war als diskriminierend kritisiert worden, da hier – im Gegensatz zu den 19 Prozent beim Toilettenpapier – nur Frauen von den Mehrkosten betroffen sind. Allerdings zeigt der Blick in die Steuertabelle: Merkwürdigkeiten sind bei der Mehrwehrsteuer allgegenwärtig. Kaviar etwa wird mit nur sieben Prozent Mehrwertsteuer belegt.