ExklusivBlockchain-Vordenker kritisieren Libra

Facebook-Chef Mark Zuckerberg
Facebook-Chef Mark ZuckerbergFlickr.com / Anthony Quintano (CC BY 2.0), Link

Die Pläne von Facebook für eine eigene Kryptowährung stoßen in der Blockchain-Szene überwiegend auf Ablehnung. Mihai Alisie, der rumänische Mitgründer des Ethereum-Projekts, kritisiert das Mitte Juni vorgestellte Währungsprojekt Libra gegenüber Capital scharf. Konzerne wie Facebook hätten bereits das Internet in ein „Tool der Kontrolle und des Trackings“ verwandelt, nun werde „etwas Ähnliches mit Blockchain passieren“. Mit Libra könnte der Internetkonzern „die umfassendste Datenbank in der Geschichte der Menschheit“ aufbauen, fürchtet Alisie.

An dem Projekt sind neben Facebook auch Unternehmen wie Visa, Mastercard, Spotify und Uber beteiligt. 2020 wollen sie gemeinsam eine neue Kryptowährung auf den Markt bringen. Der Plan stößt auch bei Zentralbanken und Politikern auf Ablehnung: Sie befürchten, Libra könnte das globale Finanzsystem destabiliseren.

Einer der am Libra-Projekt beteiligten Investoren weist diesen Vorwurf zurück. Albert Wenger, Partner beim New Yorker Risikokapitalgeber Union Square Ventures, entgegnet gegenüber Capital: „Die größte Destabilisierung kommt heute von innen.“ Er meint damit die massiven Wertpapierkäufe der Zentralbanken nach der Finanzkrise 2008. „Der ganze Kryptobereich würde wahrscheinlich weniger Interesse finden, wenn die Fiatwährungen besser gemanagt wären.“


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