FintechAuto1 kappt die Partnerschaft mit seiner Fintech-Tochter

Der Auto1-Vorstand Christian Bertermann, Hakan Koç, Markus BoserPR

Die Coronakrise hat den Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 fest im Griff: Bereits vor einigen Tagen stimmte der Deutschland-Chef in einer Mail seine Mitarbeiter auf Kurzarbeit ein, auf der Website Wirkaufendeinauto.de lassen sich aktuell keine Autos mehr an das Start-up verkaufen. Das Geschäft – Gebrauchtwagen über das Netz anzukaufen, in eigenen Werkstätten zu inspizieren und dann mit Gewinn an Autohändler weiterzuverkaufen – dürfte damit zum Erliegen gekommen sein.

Für das milliardenschwere Berliner Startup ist das aber derzeit nicht der einzige Krisenherd. Der zweite betrifft ein Projekt, in das einmal große Hoffnungen gesetzt worden waren.

Im Sommer 2018 war Auto1 angetreten, mit einer Fintech-Tochter sein Geschäftsmodell zu erweitern: Zusammen mit Deutscher Bank und Allianz startete das Start-up das Joint Venture Auto1 Fintech, das Händlern den Autoeinkauf finanzieren sollte. „Das kann sehr, sehr groß werden“, sagte Auto1-Chef Hakan Koç damals sichtlich stolz auf der Bühne der Tech-Konferenz Noah.

Bereits vor der Coronakrise war jedoch klar, dass der Plan so nicht aufgehen würde. Im März verschickte das Unternehmen eine Mail an seine Partnerhändler, die Finance Forward vorliegt. Darin versteckt war eine spektakuläre Nachricht: Auto1, so hieß es, beende die Zusammenarbeit mit seiner eigenen Fintech-Tochter.

Ist dies das Ende von Auto1 Fintech – und was sagen Deutsche Bank und Allianz? Das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.