Pandemiebekämpfung10 aussichtsreiche Impfstoff-Kandidaten

13 Corona-Impfstoffe sind mittlerweile zugelassen – vier davon in der Europäischen Union. Die jüngste Zulassung erfolgte vor kurzem für das Vakzin des US-Konzerns Johnson & Johnson. Die Euphorie währte allerdings nur kurz. Schon einen Tag nach der Zulassung verschob Johnson & Johnson die Lieferung an die EU. Der Grund: Ähnlich wie schon beim Impfstoff von AstraZeneca sind auch bei Johnson & Johnson seltene Sinusvenenthrombosen aufgetreten. Die USA verhängtenn einen Impfstopp, die Fälle werden nun untersucht.

Ob die Impfkampagne durch die neuen Lieferverzögerungen weiter ins Stocken gerät, ist bislang unklar. Einen Teil der ausbleibenden Impfstofflieferungen soll durch Biontech/Pfizer aufgefangen werden. Bis Ende Juni wollen die Unternehmen der EU 50 Millionen zusätzliche Dosen zur Verfügung stellen. Trotzdem ruhen viele Hoffnungen schon jetzt auf weiteren Impfstoffen, die sich seit Februar im rollenden Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) befinden.

Auch viele weitere Impfstoffprojekte halten an ihren Kandidaten fest und treiben die Forschung an den Vakzinen voran. Von insgesamt 283 Projekten weltweit befinden sich rund 82 in klinischen Testphasen, 29 davon sind bereits in Phase II.

Die Entwickler versuchen dabei bewusst, an die Schwachstellen der bisherigen Impfstoffe anzuknüpfen. Neben der Wirksamkeit gegen Virusmutationen stehen dabei auch die Produktions- und Lagerungsbedingungen im Vordergrund, die vor allem für die mRNA-Impfstoffe als besonders anspruchsvoll gelten. Auch an anderen Verabreichungsformen arbeiten die ersten Unternehmen bereits. Zusätzlich zur klassischen Impfung per Spritze wollen sie den Impfschutz zum Schlucken oder als Nasenspray anbieten. Hier eine Auswahl von zehn Impfstoff-Kandidaten

Für diese Kandidaten geht das Impfstoff-Rennen weiter