Chemiestandort Leuna Angst vor einem Gaslieferstopp in Leuna: „Dann sind die Anlagen im Grunde Schrott“

Blick auf das Gaskraftwerk im Chemiepark Leuna
Blick auf das Gaskraftwerk im Chemiepark. Leuna gilt als der flächenmäßig größte Standort der Branche in Deutschland und ist direkt per Pipeline mit Lieferanten aus Russland verbunden
© picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas
Kaum eine Branche ist so abhängig von Erdgas wie die Chemieindustrie. Das wird besonders deutlich am Chemiepark Leuna. Dort wehrt man sich gegen eine denkbare Rationierung

Wenn man Tim Hesselbarth folgt, dann ist die Entstehung von Toilettenpapier eigentlich ein ziemlich einfacher Prozess. Der Produktionsleiter im Werk des Hygienepapierherstellers Wepa in Leuna steht vor einer sechs Meter breiten, laut dröhnenden Maschine. Um ihn herum fliegen weiße Papierfetzen, die sich an den umliegenden Rohren ablagern. In die Maschine hinein fließt ein Brei aus verschiedenen Zellstofffasern. Dieser Brei kommt unter eine gigantische Trockenhaube, die der Masse die Feuchtigkeit entzieht. Und hinten raus läuft dann schon die erste Stufe des fertigen Papiers – aufgerollt auf zwei gigantischen, fast drei Meter breiten Rollen. Klopapierrollen für Riesen, gewissermaßen.

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