BuchpreisCapital und Getabstract zeichnen ihre Bücher des Jahres aus

Symbolbild: Bücherregal
Symbolbild: BücherregalPixabay

Zum 19. Mal hat Getabstract zusammen mit Capital als Medienpartner auf der Frankfurter Buchmesse den Getabstract International Book Award verliehen. Die Preisträger in der deutschsprachigen Kategorie sind Zukunftsblind von Benedikt Herles und Die Neuerfindung der Diktatur von Kai Strittmatter. In der englischsprachigen Kategorie konnten Dan Pontefract mit Open to Think und das Werk des Autorenduos Jonathan Tepper und Denise Hearn, The Myth of Capitalism, die Jury überzeugen. Zum ersten Mal war das Wirtschaftsmagazin Capital als Medienpartner an der Auswahl der Preisträger beteiligt.

Die Gewinner in der deutschsprachigen Kategorie:

Kai Strittmatter: Die Neuerfindung der Diktatur, Piper

Die Jury sagt: Dieses Buch erklärt dem Westen die Mechanismen chinesischer Politik und ist durch die zunehmende Wirtschaftsmacht Chinas enorm wichtig. Als ehemaliger Korrespondent der Süddeutschen Zeitung weiß Kai Strittmatter, wovon er spricht – der studierte Sinologe lebte jahrelang in China. Der Autor zeigt auf, mit welchen Methoden die Machthaber vorgeben, sich dem Westen zu öffnen, und rät zu Wachsamkeit. Er erklärt, welche Regularien die Regierung einsetzt, um Bürger gefügig zu machen und den Machterhalt zu sichern. Ein wichtiges Werk, das hilft, eines der mächtigsten Länder der Welt zu verstehen.

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Benedikt Herles: Zukunftsblind, Droemer

Die Jury sagt: Das Bild, das Benedikt Herles aufbaut, ist ein Düsteres: kollektive Depression, eine Politik, die mit der Technologie nicht mithält, Globalisierung, die die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher macht. Doch was Herles gleichzeitig liefert, ist Hoffnung und ein großer Glaube an Technologie. Seine Überzeugung, dass Technologie und Wissenschaft viele Probleme auf der Welt lösen können, formuliert er in einem 10-Punkte-Plan für die Bundesregierung. Sein Buch ist gleichermaßen ein Plädoyer für Demokratie und Technologie und eine Warnung davor, was passiert, wenn wir unsere Chance nun verpassen.

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Die Gewinner in der englischsprachigen Kategorie:

Jonathan Tepper und Denise Hearn: The Myth of Capitalism, Wiley

Die Jury sagt: Kapitalismuskritik ist nicht erst seit Thomas Piketty eine eigene Kategorie. Immer wieder fordern Autoren dazu auf, bestehende Systeme zu hinterfragen und bieten interessante Alternativen an. Doch selten haben es Autoren geschafft, derart leichtfüßig über ein solches Thema zu schreiben. Die beiden Autoren konzentrieren sich bei ihrer Analyse besonders auf den Aspekt des Wettbewerbs, der in Zeiten digitaler Monopolisten viel diskutiert wird. Auch ohne ökonomisches Hintergrundwissen wird das Thema zugänglich für eine breite Leserschaft präsentiert, ohne dabei ins Triviale abzudriften.

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Dan Pontefract: Open to Think, Figure 1 Publishing

Die Jury sagt: Rund 20.000 Entscheidungen allein während der Arbeitszeit muss der Durchschnittsbürger treffen. Seit Daniel Kahnemanns Werk Schnelles Denken, langsames Denken sind sich immer mehr Menschen über ihre Denkfehler im Klaren. Doch wie treffen wir die richtige Entscheidung? Genau an diesem Punkt knüpft Dan Pontefracts Buch an. Als Lösung benennt er: Innehalten. Um klarer zu denken und bessere Entscheidungen zu treffen, rät der Berater zum System „träumen, entscheiden, tun“. Das Buch ist genau die richtige Ergänzung für alle, die sich näher mit ihren eigenen Denkprozessen befassen wollen und spinnt die wichtigsten Themen der letzten Jahre weiter.

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Zusammen mit Arnhild Walz-Rasilier, Vice-President von getAbstract und Initiatorin des getAbstract International Book Awards, hat Patrick Brigger, Mitbegründer und Vorsitzender von getAbstract, die Auszeichnungen in Frankfurt überreicht: „Die diesjährigen Preisträger zeigen uns, wie unsere Zukunft aussieht. Gleichzeitig fordern sie den Leser auf, sich für neues Denken zu öffnen, die Wirtschaftsordnung zu hinterfragen und sich kritisch mit Außenpolitik auseinanderzusetzen – und lenken die Aufmerksamkeit auf ganz zentrale gesellschaftliche Themen. Die Gewinner sind allesamt herausfordernde und herausragende Bücher, die es lohnt zu lesen.“

Die diesjährige Jury besteht aus Arnhild Walz-Rasilier, Vice-President, und Andreas Neisser, Executive Editor, von Getabstract; Horst von Buttlar, Chefredakteur, und Monika Dunkel, Redakteurin, von Capital.