ManagementVier Fakten über die Gehälter von Geschäftsführerinnen

Immer noch wenige Frauen in Chefpositionen - zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Gehalt.de
Immer noch wenige Frauen in Chefpositionen - zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse von Gehalt.deGetty Images

Das Online-Portal Gehalt.de hat 921 Vergütungsangaben weiblicher Führungskräfte in Deutschland zusammen mit Unternehmensgröße und Branche ausgewertet. Die Gehaltsangaben der Analyse beziehen sich auf Bruttojahresgehälter und sind auf 40 Stunden in der Woche hochgerechnet. Die Untersuchung zeigt: Über alle Branchen hinweg verdienen Geschäftsführerinnen 94873 Euro im Jahr (Median).

Lukrativste Branche: Die Bekleidungs- und Textilindustrie

Der Analyse zufolge beziehen Frauen, die eine Chefposition in einem Bekleidungs- und Textilunternehmen innehaben das höchste Gehalt: ein Jahreseinkommen von 175700 Euro. Auf dem zweiten Platz finden sich Geschäftsführerinnen aus der Lebensmittelindustrie (141500 Euro), auf dem dritten der Bereich Finanzdienstleistungen (136442 Euro), dicht gefolgt von der Pharmaindustrie (134942 Euro) und der Unternehmensberatung (128845 Euro).

Niedrigste Chefgehälter: Im Kulturbereich

Die Analyse stellt fest: Mit einem Jahresgehalt von 65400 Euro verdienen Frauen aus Chefetagen im Kulturbereich verhältnismäßig wenig. Auch der Einzelhandel glänzt nicht mit hohen Jahresgehältern (66600 Euro), ebenso wie Bildungsinstitutionen (73800 Euro), soziale Einrichtungen (76300 Euro) und das Gesundheitswesen (82800 Euro).

Große Unternehmen, große Gehälter

Durchschnittlich verdienen Geschäftsführerinnen der Analyse zufolge in kleinen Unternehmen circa 84700 Euro. In mittelgroßen Unternehmen belaufe sich das Einkommen auf rund 138605 Euro, in Unternehmen mit mehr al 1001 Mitarbeitern auf 194200 Euro pro Jahr.

Wenige Frauen in Chefpositionen

Die geringe Anzahl der Daten, die den Analysten zur Verfügung standen, deutet Gehalt.de zufolge darauf hin, dass Frauen selten in leitenden Positionen vertreten sind. Besonders in kapitalstarken Branchen wie dem Maschinenbau oder dem IT-Sektor sei eine Untersuchung aufgrund mangelnder Daten schwierig gewesen.