Beste AusbilderJetzt erst recht: Azubis bei der Deutschen Bank

Symbolbild: Deutsche Bank
Symbolbild: Deutsche BankGetty Images/Alex Kraus

Zu einer Bank, in diesen Zeiten? Und dann auch noch zur krisengeschüttelten Deutschen? Katharina Gerz sind solche Fragen nicht fremd. Die 20-Jährige lässt sich in einer Filiale in Hannover zur Bankkauffrau ausbilden – und hat sich bewusst für das Institut entschieden. „Mich hat gereizt, dass die Bank viele Möglichkeiten bietet, weil wir weltweit aktiv und ein großes Haus sind“, sagt sie.

Klar, nicht jeder Azubi hier wird einmal für die Deutsche Bank an der Wall Street arbeiten. Aber das Institut ist eben keine Sparkasse, deren Mitarbeiter höchstens in eine Filiale im nächsten Viertel wechseln können. „Unsere Auszubildenden finden es spannend, dass sie hier auch mal ihre Sprachkenntnisse anwenden können“, sagt Frank Busch, Ausbilder bei der Deutschen Bank. Gerz etwa spricht Russisch.

Die neue Capital
Die neue Capital

Azubis durchlaufen bei der Bank mehrere Stationen: vom Banking, wo es um Grundlagen wie eine Kontoeröffnung geht, bis zur Altersvorsorge. Zudem besuchen sie Seminare der renommierten Frankfurt School of Finance & Management. Im Programm „Perspektive XXL“ können sie außerdem nach der Lehre berufsbegleitend studieren.

Die Probleme und Skandale des Instituts? „Sind überwiegend kein Thema bei den Azubis, die in der Filiale positive Erfahrungen mit Kunden machen“, sagt Busch. Kandidatenmangel gibt es auch nicht: 214 Auszubildende haben dieses Jahr die Banklehre gestartet, die Bewerberzahl lag um einiges höher. Mathefanatiker müssen es nicht sein. „Natürlich brauchen sie Zahlenverständnis, aber vor allem müssen sie mit Menschen umgehen können“, sagt Busch.

Noch ein Plus: Azubis können derzeit miterleben, wie der Konzern seinen größten Umbau seit Jahrzehnten stemmt – mit Vorstandschef Christian Sewing an der Spitze, der selbst einmal als Lehrling bei der Deutschen Bank angefangen hat.