KolumneGute Vorsätze „reloaded“ – 4 Tipps, mit denen Sie es schaffen

Lena Wittneben
Lena WittnebenPR

Alle Jahre wieder an Silvester: knallende Sektkorken, fröhliches zuprosten und gute Wünsche für ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr. Und ebenso routiniert tun wir – egal ob im inneren Monolog oder großspurig vor versammelter Runde – unsere guten Vorsätze für das nächste Jahr kund. Neben den Klassikern, wie das Rauchen aufzugeben, mit Sport zu beginnen oder endlich abzunehmen, mehren sich auch die Vorhaben, weniger Zeit für social media zu verschwenden oder mehr „quality time“ mit Freunden und Familie zu verbringen.

Etwaiges Scheitern oder Aufgeben ist keine Katastrophe, es menschelt überall und wir können immer wieder neu durchstarten. Doch was braucht es, um dauerhaft neue Gewohnheiten im Hirn zu speichern und alte Routinen zu durchbrechen? Die Zutaten sind simpel und herausfordernd zugleich: Bewusstsein, Aufmerksamkeit, Konzentration und natürlich Durchhaltevermögen.

#1 Gewohnheiten erkennen und Auslösereize ausmachen

Sie wollen sich im nächsten Jahr gesünder ernähren und weniger Süßes essen? Zunächst müssen Sie sich Ihren vielen Snack-Gepflogenheiten bewusst werden. Im Büro greifen Sie eingeübt auf Ihr Glukoselager im Rollcontainer zurück, bei Geburtstagen von Kollegen sind Sie regelmäßig der ausdauerndste Gratulant am Kuchenbuffet und auf dem Nachhauseweg stoppen Sie fast täglich bei der Dönerbude?

Und noch zielführender: Finden Sie heraus, was letzten Endes bei Ihnen die Snack-Attacke auslöst. Gewohnheiten sind häufig unbewusst an Uhrzeiten, Personen, Rituale, Orte, Reizworte oder an eine Tonalität geknüpft. Routiniert greifen Sie Schlag 16 Uhr beim nachmittäglichen Leistungstief zum Schokoriegel oder folgen der Lieblingskollegin wie hypnotisiert zum Pausenplausch bei Erdbeerschnitten in die Büroküche?

Auch gedankenverlorenes und zeitfressendes scrollen in sozialen Netzwerken am Wochenende kann durch Trigger ausgelöst werden. Sobald Ihr Partner das Reizwort „Aufräumen“ ausspricht oder Sie sich kritisiert fühlen, flüchten Sie ins bunte Paralleluniversum.

#2 Ziele setzen und die Komfortzone verlassen

Damit Ihr ambitioniertes Vorhaben funktioniert müssen Sie „nur“ genauso handeln wie Sie es ohnehin im Job bei umfangreichen Projekten tun. Konkrete Ziele und Teilschritte planen! Anstelle von schwammigen Formulierungen wie „wäre schon gut, wenn man mal ein bisschen abnehmen würde“, benennen Sie Ihr klares Ziel und verdeutlichen Sie sich Ihr „warum“: im Sommerurlaub im Juni will ICH wieder in die alte Jeans passen, um mich wohlzufühlen und meine Gesundheit zu stärken. Richten Sie Ihre Wunschziele immer „smart“ aus, das heißt spezifisch, messbar, ausführbar, realistisch und terminiert.

Hochgesteckte Ziele sind bewundernswert. Um Enttäuschungen im Vorwege zu minimieren, prüfen Sie wie realistisch und ausführbar diese sind. Eine stark übergewichtige Dame wird vermutlich im zeitnahen Sommerurlaub nicht das figürliche Maß eines Dessous-Models erreichen können.

Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut: Setzen Sie Teilziele, z.B. „morgen nehme ich nach Feierabend um 18 Uhr am Probetraining im Fitnessclub teil“ oder „nach vier Wochen möchte ich wenigstens zwei Kilo verloren haben“.

Das Implementieren neuer Gewohnheiten findet außerhalb unserer Komfortzone statt. Um bequeme Routinen zu durchbrechen und neue zu installieren, braucht das Hirn bewusste und regelmäßig wiederholte Impulse.

Um wirklich ins Tun zu kommen müssen Sie die vielzitierte Komfortzone verlassen. Knapp reduziert halten uns drei Gründe in der watteweichen Welt: Angst vor Überanstrengung, ergo Faulheit. Angst vor Misserfolg. Angst vor sozialem Ausschluss. Relikte aus der Steinzeit, die damals den sicheren Tod bedeutet hätten, heute jedoch obsolet sind. Sollten Sie Ihr Wunschgewicht nicht erreichen, wird Ihnen weder der Job noch die Freundschaft mit Ihrem besten Kumpel gekündigt.