Beruf4 Karriere-Vorsätze für das neue Jahr

Was nehmen Sie sich vor für Ihre Karriere?
Was nehmen Sie sich vor für Ihre Karriere?dpa

#1 Gehaltserhöhung

Sie hatten 2018 keine Gehaltserhöhung? Dann ist es an der Zeit, sich einen Plan für 2019 zu überlegen. Alle zwei Jahre sollte die Frage „Verdiene ich genug?“ auf die Tagesordnung. Der Grund geht über den Inflationsausgleich hinaus. Gute Angestellte werden mit der Zeit souveräner und erfahrener. Sie eignen sich neue Fähigkeiten an. Außerdem bieten sie dem Arbeitgeber Planungssicherheit und das Vertrauen, eine bewährte Fachkraft im Team zu haben.

All das ist in regelmäßigen Abständen eine Gehaltserhöhung wert. Es kann beim ersten oder zweiten Mal unangenehm sein, nach mehr Lohn zu fragen. Aber machen Sie sich von der Vorstellung frei, wie ein Bittsteller oder gar wie ein kleines Kind um eine gute Gabe zu bitten. Wenn Bus oder Brot teurer werden, darf das auch für Ihre Arbeitskraft gelten.

Die Checkliste für 2019:

  • Verdiene ich genug?
  • Wie viel mehr will ich verdienen?
  • Wie kann ich das begründen?
  • Wie will ich das Thema anschneiden?
  • Was könnte meine Chefin gegen eine Gehaltserhöhung haben?
  • Wie kann ich positiv kontern, kann ich eine Gegenleistung anbieten (mehr Verantwortung etc.)?

#2 Pünktlichkeit

Die urdeutsche Tugend hat immer einen leicht unentspannten Touch. 2019 aber gilt es, die Pünktlichkeit neu zu entdecken. Natürlich kann vor dem Arbeitsbeginn oder vor einem Meeting immer etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommen. Ein verpasster Bus fällt allerdings nicht in diese „Woher hätte ich das ahnen können?“-Kategorie. Zuspätkommen ist meist die Folge mangelnder Voraussicht. Wer ordentlich plant, plant auch Zeitpolster ein. Der Lohn: weniger hetzen, weniger Stress. Fast nebenbei stärkt Pünktlichkeit bei Kollegen und Vorgesetzten den Eindruck, dass man sich auf Sie verlassen kann. Und ja, Pünktlichkeit bedeutet immer auch: pünktlich Feierabend machen.

#3 Urlaub planen 2019

Da kann man den Job noch so lieben: Urlaub ist und bleibt die schönste Zeit des Jahres. Die sollte zelebriert und genossen werden. Allzu oft aber fällt die Urlaubsplanung hinten über. Plötzlich lässt man sogar Urlaubstage aus dem Vorjahr verfallen (Stichtag: 31. März 2019!). Wer nicht schnell genug ist, lässt günstige Brückentage verstreichen oder überlässt beliebte Urlaubswochen den fixeren Kollegen. Eine frühe Urlaubsplanung hilft zudem dabei, die Ferien klug über das Jahr zu verteilen und damit für ultimativen Erholungseffekt zu sorgen.

#4 Betriebsklima

Seien wir ehrlich: Jeder nimmt im Job mal eine Abkürzung. Das gilt vor allem, wenn der Alltag zum Trott wird und man sich eher lustlos durch den Acht-Stunden-Tag schleppt. Dienst nach Vorschrift kann da schnell zum Default-Modus werden. Nun muss man nicht immerzu für den Job brennen. Aber ein guter Arbeitgeber hat Anspruch auf einen mitdenkenden Mitarbeiter. Der Job nervt oder langweilt? Schauen Sie, was Sie selbst daran ändern können oder bitten Sie Kollegen um Hilfe, wenn es in deren Hand liegt. Nehmen Sie Vorgesetzte und Kollegen nicht als selbstverständlich hin. Stecken Sie etwas mehr Mühe in den zwischenmenschlichen Umgang. Sagen Sie häufiger mal Danke und nehmen Sie im Gegenzug Komplimente an. Allein so wird 2019 schon zu einem guten Jahr.