ThemaBewegung im Streit um HRE-Altlast in Mexiko

Nach jahrelangem Stillstand kommt Bewegung in die Abwicklung einer heiklen Altlast des einstigen Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate (HRE). Nach Capital-Informationen haben sich der US-amerikanische Investor GHI und die mexikanische Regierung zusammengetan, um das Fünf-Sterne-Hotel Acapulco Princess an der mexikanischen Pazifikküste von der HRE Bad Bank FMS Wertmanagement zurückzukaufen. Die Gespräche seien weit vorangeschritten und könnten in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, hieß es in Verhandlungskreisen.

Andreas Geiger von der Lobbykanzlei Alber & Geiger, die die politischen Interessen von GHI in dem Fall vertritt, begrüßte das sich abzeichnende Geschäft. „Das Hotel ist für Acapulco so etwas wie das Adlon für Berlin. Es ist daher sehr erfreulich, dass sich Deutschland endlich zu diesem Schritt entschließen konnte“, sagte Geiger.

Das Hotel in Acapulco hatte im Frühjahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, da sich Mexikos Tourismusministerin bei Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble persönlich für einen Verkauf des Hotels eingesetzt hatte. Das Acapulco Princess ist eines der wenigen bekannten Beispiele für die einstigen hochriskanten Geschäfte der HRE, die heute von der Bad Bank abgewickelt werden müssen.

Mit einem Kredit der HRE über 277 Mio. US-Dollar hatte Global Hospitality Investments (GHI) das Fairmont Acapulco Princess und das umliegende Areal mit zwei Golfplätzen nach Recherchen von ‚Capital‘ im September 2007 gekauft. Nach dem Kollaps des US-Immobi­lienmarktes und dem Ausbruch eines blutigen Drogenkriegs in Acapulco stellte GHI 2010 alle Zahlungen an die HRE ein. Seither streiten sich die FMS Wertmanagement und GHI um die Zukunft des Hotels.

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