Digital Detox5 Regeln für digitale Enthaltsamkeit im Arbeitsalltag

Im Büroalltag sind digitale Geräte allgegenwärtig
Im Büroalltag sind digitale Geräte allgegenwärtigdpa

Durchschnittlich 200-mal am Tag schaut ein Smartphone-Nutzer auf sein Gerät, das ist schon allerhand. Während der Trend im Privaten ganz klar zu ‚Digital Detox‘ geht, also für einen bestimmten Zeitraum komplett digital zu ‚entgiften‘ oder sich auch generell im Alltag weniger abhängig von Handy und Laptop zu machen, sind diese Geräte im Büro omnipräsent. Geht ja auch gar nicht anders, oder? Doch! Mit diesen 5 Tipps schaffen Sie den digitalen Detox auch im Arbeitsalltag und damit gleichzeitig wertvolle Zeit und Raum für Kreativität und Fokus.

#1 Deaktivieren Sie die Push-Funktionen

Wir sind inzwischen daran gewöhnt, ständig erreichbar zu sein und stets auf Abruf. Das Handy vibriert, eine neue E-Mail will gelesen werden und gleichzeitig klingelt auch noch das Telefon. Man fühlt sich fast schon gezwungen, alles immer sofort zu checken, egal, ob es gerade passt, oder nicht. Selbst wenn das Handy auf lautlos ist, schauen wir zwischendrin auf den Sperrbildschirm, um ja nichts zu verpassen. Ein Weg, um dieses Muster zu durchbrechen, ist es, einfach die Push-Funktionen zu deaktivieren. Sie werden merken, das nimmt den Druck und entspannt sofort.

#2 Setzen Sie Prioritäten

Aufgrund der ständigen Erreichbarkeit fühlen wir auch den Druck, immer sofort reagieren zu müssen. Durch die Digitalisierung sind die Wege kurz geworden und jede Kleinigkeit kann schnell per Mail nachgefragt werden, anstatt einmal gesammelt Feedback rauszuschicken. Hier ist es wichtig, Prioritäten zu setzen. Wenn Sie im Büro ständig nur damit beschäftigt sind, zu reagieren, können Sie kaum noch agieren. Fragen Sie sich: Muss diese E-Mail wirklich sofort beantwortet werden oder kann das warten? Oder anders herum: Muss ich das wirklich sofort als E-Mail rausschicken oder kann ich es später im Meeting direkt ansprechen?

#3 Gehen Sie ohne Ihr Handy in die Mittagspause

Unser Smartphone ist ein treuer Begleiter geworden, ohne den wir nie das Haus oder Büro verlassen. So gut wie alles regeln wir über diesen kleinen Bildschirm und nutzen es als Multifunktions-Tool, sowohl geschäftlich als auch privat. Um allerdings im Arbeitsalltag zumindest zwischendrin einmal eine Zeit zu schaffen, die komplett frei von digitalen Geräten ist, sollten Sie das Handy nicht mit in die Mittagspause nehmen. Nutzen Sie diese Zeit als echte Pause, atmen Sie durch, unterhalten Sie sich, lassen Sie die Gedanken einmal schweifen, sodass Sie mit einem freien Kopf zurück an den Schreibtisch kommen.

#4 Etablieren Sie feste Zeiten für Digitales

Sicher kennen Sie das: Sie sind gerade dabei zu recherchieren, ein Konzept zu entwickeln oder am Brainstormen, wenn mal wieder eine E-Mail reinkommt und Sie von Ihrer eigentlichen Tätigkeit ablenkt. Dadurch wird der kreative Flow unterbrochen und Sie verlieren nicht nur Zeit, sondern im schlimmsten Fall auch die besten Ideen. Um dies zu vermeiden, können Sie sich feste Zeiten setzen, in denen Sie E-Mails und Ihr Handy checken, wenn Sie wissen, dass Sie an etwas Wichtigem arbeiten, das Ihre volle Aufmerksamkeit verlangt. Überlegen Sie sich vorher, wie lange Sie brauchen werden und nehmen Sie sich vor, dass alles andere so lange warten muss.

#5 Absolvieren Sie Meetings mit Stift und Papier

Auch in Meetings oder Konferenzen hat die Digitalisierung längst Einzug gehalten. Laptops, Tablets und Smartphones bestimmen das Bild am runden Tisch und alle hauen fleißig in die Tasten. Zum Schreiben von Notizen ist das durchaus praktisch, aber es verführt auch dazu, noch mal schnell etwas nachzuschauen oder doch eine E-Mail zu beantworten. Dabei kann man sich dann aber nicht mehr auf das konzentrieren, was eigentlich um einen herum passiert, und ist im Meeting nie voll und ganz anwesend. Um im Meeting wirklich ‚da‘ zu sein und einen besseren Flow zu kreieren, führen Sie Ihre Meetings doch zukünftig einmal wieder ganz analog: mit Stift und Papier.