Gründen4 Tipps für einen guten Businessplan

Start-ups brauchen einen Businessplan
Start-ups brauchen einen Businessplanrawpixel from Pixabay

# 1 Selber machen

Der Businessplan ist nicht in erster Linie für die Bank, sondern für Sie selbst. Es ist die Chance, sich nochmal intensiv in das Vorhaben zu vertiefen, bevor es ernst wird. Jeder Gründer sollte sein geplantes Geschäft genau verstehen und wirtschaftlich einschätzen können. Und zwar nicht nur für die ersten drei Monate, sondern langfristiger. Daher ist es keine gute Idee, einen scheinbar passenden Businessplan im Internet zu googlen und zu kopieren, nur damit Fördermittel für Existenzgründer fließen oder ein Kredit zügig bewilligt wird. Nachfragen sind hingegen erlaubt – zum Beispiel bei Handelskammern.

# 2 Verständlich formulieren

Ein Businessplan soll seinen Adressaten nicht vor einer großen Zahl komplizierter Fachbegriffe in Ehrfurcht erstarren lassen. Schreiben Sie klar und verständlich. Planen Sie ein Startup für Nanotechnologie, müssen potentielle Geldgeber nicht genau verstehen, wie diese Technik funktioniert, sondern ob ihr finanzielles Konzept trägt. Fassen Sie sich so kurz wie möglich, manchmal können auch Grafiken oder Skizzen, Beispiele und Musterrechnungen statt zehn weiteren Sätzen Text hilfreich sein. Je nachdem wie softwareaffin Sie sind, gibt es auch verschiedene Tools zur übersichtlichen und optisch attraktiven Darstellung.

# 3 Zahlen präsentieren

Es geht ums Geldverdienen, da darf ausführliches Zahlenmaterial nicht fehlen. Posten wie Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben, Sozialversicherungsabgaben, Steuervorauszahlungen, mögliche Personalkosten und Umsatzerwartungen sollten so realistisch wie möglich geschätzt werden. Dazu gehören auch die eigenen Lebenshaltungskosten sowie Überlegungen, wie viele Urlaubs- und mögliche Krankheitstage Sie ansetzen wollen. Schummeln Sie nicht und schreiben sich die Zahlen nicht schön. Am Ende des Jahres wird nicht geprüft, ob jeder Wert passte – aber Ihre persönliche Kasse sollte stimmen, damit Ihr Unternehmen eine Zukunft hat.

# 4 Keine Kosten vergessen

Ihre Familie und Freunde wissen vermutlich alle, dass Sie mit einem neuen Startup am Markt sind. Der Rest der Welt – darunter Ihre potenziellen Kunden – indes noch nicht. Bekanntwerden erfolgt meist nicht von allein und ist auch nicht umsonst. Wollen Sie nicht ausschließlich auf Guerillamarketing setzen und selbstgedruckte Flyer an Ampelmasten kleben, sondern vielleicht auch mal in eine Anzeige in einem Hochglanzfachmagazin schalten, kostet das zusätzlich. Auch das Trendthema Influencer Marketing ist alles andere als günstige Werbung. Darum unbedingt auch etwas Budget für PR einplanen.