Makler-KompassSo finden Sie den richtigen Makler

Ein goldener Schlüssel
Ohne Makler keinen SchlüsselMaximilian Virgili

Immobilienannoncen im Internet? Für Martin Seeling werden sie zunehmend zur Herausforderung. „Auf manche unserer Online-Angebote erhalten wir bis zu 300 Anfragen“, sagt der Vertriebsdirektor von Postbank Immobilien Köln. Nach zwei Stunden müssten die Makler viele Objekte bereits wieder aus dem Netz nehmen, weil diese nicht mehr verfügbar seien.

In anderen Metropolen ist das Bild ähnlich: Thomas Aigner, Chef von Aigner Immobilien in München, berichtet, er vergebe Wohnungen und Häuser „meist unter der Hand“ an die rund 38.000 Interessenten, die sich pro Jahr bei ihm meldeten. Und auch Philip Bonhoeffer, Geschäftsführer von Engel & Völkers in Hamburg, präferiert oftmals die „stille Vermarktung“: „Bevor wir über das Internet oder die Zeitung auf Objekte aufmerksam machen, informieren wir erst unsere Suchkunden.“

Wer sich gerade in einer Großstadt konkret für den Kauf einer Wohnung interessiert, kommt kaum umhin, einen Makler zurate zu ziehen. Doch wie findet man einen seriösen Anbieter? In ganz Deutschland offerieren etwa 35.000 Immobilienvermittler ihre Dienste an. Da die Bezeichnung „Makler“ nicht geschützt ist und die Ausübung des Berufs lediglich einen Gewerbeschein erfordert, liegt die genaue Zahl im Dunkeln. Die seriösen Anbieter von den Scharlatanen zu unterscheiden ist also gar nicht so einfach.

Makler in 50 Städten getestet

Mit dem Makler-Kompass versucht Capital, mehr Transparenz in den Markt zu bringen. Zum vierten Mal wurde in diesem Jahr zusammen mit dem iib Dr. Hettenbach In-stitut (iib-Institut) und Scope Investor Services die Qualität von Maklern in 50 Städten getestet. Insgesamt 11.737 Unternehmen hatten die Chance, sich für eine Auszeichnung zu qualifizieren. 252 davon haben sich in dem zweistufigen Verfahren durchgesetzt und vier beziehungsweise fünf Sterne erzielt.

„Einen guten Makler erkennt man am ehesten an einem möglichst großen Angebot“, sagt Peter Hettenbach, Geschäftsführer des iib-Instituts. Im ersten Gespräch sollte er dann die genauen Vorstellungen des Käufers erfragen – von den bevorzugten Gegenden über die wichtigsten Eigenschaften der Immobilie bis hin zum Finanzrahmen, den das Objekt (samt Nebenkosten) nicht sprengen sollte.

Im nächsten Schritt sucht der Vermittler Immobilien heraus und stellt sie mit allen Vor- und Nachteilen vor. Er informiert regelmäßig über den Stand seiner Suche und koordiniert Besichtigungstermine zwischen Interessent und Verkäufern.