Daniel Saurenz Trübe Stimmung – aber die Börse bietet jetzt auch Chancen

Blick in den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt
Blick in den Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt
© IMAGO / imagebroker
Wer sich kurz vor Ostern mit der Börse beschäftigt, bekommt nicht gerade gute Laune. Dabei kann man Rezessionsängsten, Inflation, Crashgefahr und Kursrückgängen auch etwas Positives abgewinnen – denn es bieten sich auch Chancen

Haben Sie schon einmal drüber nachgedacht, Ihren Kindern oder sich selbst zu Ostern ein neues Depot ins Körbchen zu legen? Für manchen mag dies zwischen Ukraine-Krieg und Rezessionsangst verrückt klingen. Doch ist es nicht gerade dann sinnvoll, sich mit Aktien zu beschäftigen, wenn sie nicht auf Rekordhoch notieren? Und letzteres ist beim Dax immerhin der Fall. 2000 Punkte fehlen zum Januar-Rekord.

Trotzdem oder gerade deshalb zahlen viele Unternehmen, die jeder kennt wie Mercedes, BMW, Allianz oder BASF Dividendenrenditen von fünf bis sieben Prozent. Inflationsausgleich könnte man auch sagen. Als Kursfantasie gibt es obendrauf, dass man als Anleger mitten in einer Rezession am Aktienmarkt am besten einkauft. Warum? Nun, weil Börsianer voraus und damit durch die Krisen hindurch blicken.

Was benötigt man für ein frisches Depot zum Osterfest? 

Erst einmal eine gute Auswahl des Brokers. Denn nicht nur die Orderkosten sind wichtig, sondern auch die Qualität der Handelsausführung. Online-Broker mit modernen Benutzeroberflächen und sehr niedrigen Gebühren verändern aktuell die gesamte Branche. So wild wie in den USA mit von privaten Anlegern hoch getriebenen Einzelaktien muss es dabei hierzulande nicht zugehen. Aber jeder kann am Aktienhandel teilhaben von riskant bis konservativ.

Um neue Kunden zu gewinnen, müssen die Broker mit immer günstigeren Konditionen aufwarten, bessere Tools bereitstellen und mehr Services anbieten. Doch auch wenn der scharfe Wettbewerb durchaus positiv ist, sollte man bei der Brokerwahl genau hinschauen. Wer viel Geld in Werbung investiert, steigert zwar seine Bekanntheit, ist aber nicht zwingend die erste Wahl.

Trade Republic hat dank seiner medialen Kampagnen zwar viel Aufmerksamkeit erfahren. Allerdings patzte der Anbieter beim Corona-Absturz im Frühjahr 2020. Gerade wenn es an den Märkten stürmisch wird, muss ein Broker sein Handwerk verstehen und eine verlässliche Ausführung sicherstellen. So stürmisch wie auch der Februar 2022 mitunter gewesen ist. Ein Rundum-sorglos-Paket bietet unter den heimischen Anbietern Smartbroker. Anleger erhalten Zugang zu allen deutschen Börsen sowie elektronischen Handelsplätzen. International ist das Angebot interessant: Theoretisch ist mit dem Anschluss an 25 Börsen im Ausland wie Kanada, Japan und Australien ein 24-Stunden-Handel möglich. Die Produktpalette ist vollständig, wobei nicht nur Trader angesprochen werden. Besonders stark sind die Berliner bei Sparplänen und haben mit einem guten Angebot an Investmentfonds, ETF-, ETC- sowie Aktien-Sparplänen die Preisführerschaft übernommen. 

Als Informationsportal ist Finanzen.net in erster Linie bekannt. Seinem Brokerableger steht mit der Börse München Gettex ein in den vergangenen Jahren sehr zuverlässiger elektronischer Handelsplatz zur Verfügung. Ohnehin ist dies beispielhaft für die Entwicklung am Brokermarkt. Immer neue kleinere Anbieter kämpfen um Kunden und attackieren damit die früher einmal gesetzten Marktführer ING, Comdirect oder Consorsbank. Auch Flatex hat merklich zu kämpfen, doch reicht manchem Anleger das mitunter günstige Preismodell je nachdem welchen Partner man beispielsweise bei Derivaten haben möchte.

Unter den internationalen Brokern ist Etoro vielen Tradern bereits ein Begriff. Auf der Social-Trading-Plattform können Neulinge einfach die Strategien erfolgreicher Trader kopieren. Dazu kann man nahezu alle größeren Kryptowährungen bequem handeln. Dass letztere keine Versicherung gegen fallende Aktienkurse sind, zeigt die Bilanz des ersten Börsenquartals. Als Dax und Nasdaq in die Knie gingen, fielen Ethereum und Bitcoin munter hinterher. Kryptos sind also ein spannendes Anlagevehikel, aber gerade Neulinge sollten die verschiedenen Kryptos erst einmal vorsichtig behandeln wie ein rohes Ei. Damit die Osterfreude über das neue Depot nicht vorschnell endet. 

Daniel Saurenz betreibt mit seinem Team das Börsenportal Feingold Research. Es bietet täglich einen Börsenbrief an, den Sie für 14 Tage kostenfrei testen können. Melden Sie sich unter info@feingold-research.com an oder probieren Sie den Börsendienst unter diesem Link aus. Trainingstage und Coachings finden Sie NEU unter feingold-academy.com


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