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Aktien Diese Pharma-Aktien besitzen Wachstumspotenzial

Novartis-Schriftzug
Die Aktie des Schweizer Pharmakonzerns Novartis gehört zu den aussichtsreichsten Branchentiteln
© IMAGO / IP3press
Die Coronapandemie gab Pharmakonzernen zusätzlichen Aufwind. Der wichtigste Markt aber bleibt die Onkologie. Experten rechnen bis 2025 mit einem Umsatzwachstum von 43 Prozent. Davon können auch die Aktien der Unternehmen profitieren

Schlagartig rückte die Pharmabranche mit Beginn der Coronapandemie in den gesellschaftlichen Fokus. Mit den ersten Infektionsherden in Europa kam bald schon der erste Lockdown. Die Wirtschaft ächzte, die Kurse an der Börse stürzten ab. Das noch unbekannte Virus löste Angst und Sorgen aus. Entsprechend groß waren die Erwartungen an Pharmakonzerne. Das drückt sich auch in Zahlen aus: Zwischen Januar 2020 und 2021 machten etwa die Titel von Biontech mit einem Plus von 240 Prozent, Curevac und Moderna mit Zuwächsen von rund 510 Prozent wahre Kurssprünge. Im Eilverfahren forschten, entwickelten und produzierten die Unternehmen Schnell- und Antigentests, Impfstoffe und Medikamente. Mit dem Verkauf der Impfstoffe klingelten die Kassen. So fuhr allein der deutsche Impfstoffhersteller Biontech Gewinne in Milliardenhöhe ein. Auch für 2022 erwartet das Unternehmen starke Umsatzzahlen.

Für die Pandemie ist langsam das Ende in Sicht – nicht aber für das Wachstum der Pharmaunternehmen. Der wichtigste Markt und Wachstumstreiber für die Pharmabranche ist und bleibt die Onkologie. Umsätze, die mit Krebsmedikamenten erzielt werden, steigen auch aktuell steil an. Experten prognostizieren für 2022 weltweit einen Umsatz von rund 159,3 Mrd. Euro. Zum Vergleich: 2019 wurden rund 128,6 Mrd. Euro erwirtschaftet. Bis zum Jahr 2025 könnten die Umsätze um weitere 43,3 Prozent auf 228,3 Mrd. Euro ansteigen.

Auch das Schweizer Pharmaunternehmen Novartis, das mit Pfizer und Roche zu den Pharmariesen zählt, blickt Mitte des Jahres 2022 auf zwei starke Quartale zurück. Der Umsatz stieg sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal jeweils um fünf Prozent. Die wichtigsten Wachstumstreiber, unter anderem Krebs- und Rheumamedikamente, erzielten alle mindestens zweistellige Wachstumsraten, hebt Dr. Vas Narasimhan, CEO von Novartis, hervor. Das Ergebnis des zweiten Quartals sei besser als erwartet ausgefallen, schreibt Analyst Keyur Parek von Goldman Sachs. Die Konzernumsätze hätten den Erwartungen weitgehend entsprochen. Die Jahresziele sieht Keyur insgesamt betrachtet bestätigt. Die US-Investmentbank belässt den Pharmakonzern somit auf der „Conviction Buy List“ mit einem Kursziel von 103 Schweizer Franken.

Anders dagegen die Einschätzung von JP Morgan: Die US-Bank stuft Novartis auf „Underweight“ mit einem Kursziel von 80 Schweizer Franken ein. Der bereinigte Kern-Betriebsgewinn habe zwar etwas über den Erwartungen gelegen, die Jahresziele seien aber bestätigt worden, reagiert Analyst Richard Vosser auf den Quartalsbericht. Seine Befürchtung: „Bei stärkerem Währungsgegenwind dürften die Markterwartungen für 2022 und 2023 nun etwas sinken“.

Tatsächlich fordert der stärker werdende US-Dollar den Pharmakonzern Novartis, der in Dollar bilanziert, heraus: Negative Währungseffekte senkten in den ersten beiden Quartalen den Umsatz des Unternehmens um 6 Prozentpunkte. Sollten sich die Wechselkurse im restlichen Jahresverlauf auf dem Durchschnittsniveau von Mitte Juli halten, geht das Unternehmen auch weiter von einem negativen Wechselkurseffekt von 6 bis 7 Prozentpunkten auf den Nettoumsatz aus. Dennoch: Novartis blickt positiv in die Zukunft. Es seien mehr als 20 potenziell bedeutende Arzneimittelkandidaten in der Pipeline, die bis 2026 zugelassen werden könnten. Zudem erlaube auch die gute Performance der Generikasparte Sandoz in diesem Jahr, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr anzuheben.


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