Zinserhöhung Die Wende von der EZB-Zinswende kommt

Christine Lagarde bei einer Ausschusssitzung des Europäischen Parlaments
Hat sie den Durchblick? Am Donnerstag muss EZB-Präsidentin Christine Lagarde einige schwierige Fragen beantworten
© picture alliance / EPA | OLIVIER HOSLET
Alles andere als eine Zinserhöhung durch die EZB wäre am Donnerstag eine faustdicke Überraschung. Doch die Zinswende könnte schon bald enden, zumal zwei zentrale Fragen an die Euro-Notenbank bislang unbeantwortet sind. Der Tag der Zinswende könnte daher kein Feiertag werden

Die Fehler der Vergangenheit zu beklagen, hilft selten dabei die Probleme der Gegenwart zu lösen. Was hilft ist: Die aktuellen Probleme anpacken, und zwar um so energischer, je stärker man sie in der Vergangenheit vermurkst hat. Das gilt in diesen Tagen auch für die Geldpolitik in der Eurozone. Ja, die Europäische Zentralbank (EZB) handelt sehr spät, aber immerhin, sie handelt jetzt: Am Donnerstag wird sie voraussichtlich erstmals seit 2011 wieder ihren Leitzins anheben, und zwar um 25 Basispunkte. Die Richtung stimmt also, zumal die Notenbank bereits ihre milliardenschweren Anleihekaufprogramme eingestellt hat, was de facto wie Zinserhöhungen wirkt.


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