AktienAktie der Woche - SNP

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Mitte Juli hatten wir die Aktie von SNP Schneider Neureither & Partner als Tipp der Woche vorgestellt – und schlechtes Timing bewiesen. Kurze Zeit später sorgte eine Verkaufsempfehlung von Hauck & Aufhäuser für einen Kurssturz der Aktie des Softwarespezialisten. Angriffspunkte gibt es: Aufgrund negativer Sondereffekte ist 2017 für SNP ein Übergangsjahr. Zudem ist das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit durch aggressive Zukäufe aufgefallen.

SNP-Chart

Der Vorwurf, SNP habe sich bei der eigenen Software von SAP austricksen lassen, führt nach Ansicht von Firmensprecher Marcel Wiskow jedoch zu weit. Auf der Zürcher Kapitalmarkt Konferenz versuchte der IR-Chef, auch die anderen Kritikpunkte zu entkräften: „Durch die Umstellung der SAP-Software von R3 auf S/4 Hana entsteht in den kommenden Jahren ein enormes Wachstumspotenzial, das es jetzt zu erschließen gilt. Daher müssen wir zukaufen, um am Markt Größe und Präsenz zu erlangen.“ Dank der Akquisitionen von BCC Group und Adepcon dürfte SNP 2017 die Umsatzmarke von 100 Mio. Euro knacken und somit diesem Ziel näher kommen.

Wie die Kurserholung zeigt, scheint das Vertrauen der Investoren zurückzukehren. Wiskow ist sehr optimistisch: „Wir fahren einen der heißesten Wachstumsreifen, welche die deutsche Börse derzeit zu bieten hat.“ Auch seitens der Anleger ist Risikobereitschaft gefragt.