AktienAktie der Woche - Deutsche Wohnen


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Auf ihrer Sitzung im Juli beschloss die EZB, den Leitzins im Euroraum auf dem Rekordtief von null Prozent zu lassen. Zudem machte EZB-Chef Mario Draghi klar, dass eine Anhebung der Zinsen noch lange nicht in Sicht ist. Während die Botschaft Sparern Sorgenfalten auf die Stirn treibt, dürfte sie vom Management von Deutsche Wohnen erfreut aufgenommen worden sein. Denn das Geschäft des Immobilienkonzerns, der rund 160 000 Wohnungen, Gewerbeeinheiten und Pflegeheime vermietet, wird maßgeblich vom Zinsumfeld angetrieben. Damit geht eine anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren einher, die dem Konzern im ersten Halbjahr ein Plus bei der für die Branche wichtigen Kenngröße Funds from Operations I (FFO I) von elf Prozent auf 221 Mio. Euro beschert hat.

Für das Gesamtjahr peilt Deutsche Wohnen weiter einen FFO I von rund 425 Mio. Euro an. Zudem erhöhte das Unternehmen die Erwartungen für den Mietzuwachs auf vier Prozent. Alleine in Berlin werde mit einem Anstieg von bis zu fünf Prozent gerechnet. Die höheren Mieteinnahmen werden sich ab dem kommenden Jahr im operativen Ergebnis widerspiegeln. Sollte Deutsche Wohnen zudem – wie schon in der Vergangenheit – weiterhin auf Einkaufstour bleiben und diese Zukäufe teilweise mit Aktien bezahlen, rückt dann auch der DAX in Reichweite. Ein Ende des Aufwärtstrends der Aktie ist nicht in Sicht.