FintechVerpasste Chance: Comdirect hätte in Trade Republic investieren können

Trade-Republic-Gründer Marco Cancellieri, Christian Hecker und Thomas Pischke (von links).PR

Start-up-Geldgeber pflegen oft eine interne Liste, die sie Anti-Portfolio nennen. Dort verzeichnen die Wagniskapitalgeber ihre verpassten Investment-Chancen. Der legendäre US-Investor Bessemer hat Teile seiner Liste öffentlich gemacht: Apple bezeichnete ein Partner als „sündhaft teuer“ (bei einer Bewertung von 60 Mio. Dollar, heutiger Wert: zwei Billionen) und zu Paypal notierte der VC: „Rookie Team, regulatory nightmare“.

Auch die deutschen Banken könnten sicherlich ein solches Anti-Portfolio anlegen. Die Quickborner Comdirect hätte auf dieser Liste ganz oben eine der großen deutschen Fintech-Hoffnung stehen: Trade Republic. Nach dem Vorbild von Robinhood hat das junge Team eine Smartphone-App entwickelt, über die sich Aktien unkompliziert und fast gebührenfrei handeln lassen. Vor wenigen Monaten sammelte das Unternehmen eine Finanzierungsrunde über 40 Mio. Euro ein. Schon etwas mehr als ein Jahr nach dem Launch zählt die Firma zu den wichtigsten Brokern des Landes – und die Comdirect hatte das Angebot, kurz nach dem Start einzusteigen.

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