Digitaler WandelUmfrage: Beschäftigte sind schlecht auf Digitalisierung vorbereitet

Umfrage: Beschäftigte sind schlecht auf Digitalisierung vorbereitet
Nur ein Drittel der Belegschaft bezeichnet sich als "digital ready".Pexels

Mit der Digitalisierung und dem Klimawandel scheint es ähnlich zu laufen. Seit Jahrzehnten ist klar, dass sofort gehandelt werden muss, um für die Zukunft gewappnet zu sein. Mit dieser Erkenntnis endet die Weitsicht dann aber oft auch schon. Das scheint eine Umfrage von Deloitte unter deutschen Personalverantwortlichen zu unterstreichen. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer sah bei den digitalen Fähigkeiten ihrer Angestellten dringenden Nachholbedarf. 92 Prozent fanden es wichtig oder sehr wichtig, dass ihre Mitarbeiter in den nächsten drei Jahren ihre Digital Skills auf- und ausbauen. 94 Prozent gaben an, aktiv an der digitalen Fortbildung der Beschäftigten zu arbeiten. Zugleich bezeichnete gerade einmal ein Drittel (34 Prozent) mehr als die Hälfte der Belegschaft aktuell als „digital ready“.

Diese Branchen sind schlecht digital vorbereitet

Die Frage, ob mindestens jeder zweite Beschäftigte bereit für den digitalen Wandel ist, wurde in den Branchen sehr unterschiedlich bewertet. So fiel die Zustimmungsrate aus:

  1. Dienstleistungen: 43 Prozent
  2. Finanzen: 41 Prozent
  3. Gesundheitssektor: 39 Prozent
  4. Öffentlicher Sektor: 39 Prozent
  5. Technologien, Medien und Kommunikation: 31 Prozent
  6. Energie und Ressourcen: 25 Prozent
  7. Konsumgüter: 19 Prozent

Deloitte hat für seine „Human Capital Trendstudie 2019“ nach eigenen Angaben fast 10.000 Menschen in 119 Ländern befragt. Die mehr als 600 Befragten aus Deutschland kamen aus dem HR-Bereich, dem mittleren Management oder der Geschäftsführung.

Ältere Mitarbeiter müssen aufholen

Insbesondere ältere Mitarbeiter haben nach Ansicht der Befragten großen Nachholbedarf, wenn es um digitale Fähigkeiten geht. Die sogenannten Baby Boomer – also ungefähr Menschen ab 50 Jahren – bekamen die schlechtesten Noten. Ihre Digital Skills wurden von 37 Prozent der Teilnehmer als ungenügend eingeschätzt. Am besten schnitt natürlich die Generation Z ab, die aktuell ins Berufsleben startet. 78 Prozent der Befragten schätzten ihre digitalen Kenntnisse als gut oder sehr gut ein.