Patek Philippe Thierry Stern: „Man hat ja Kinder nicht nur als Firmenerben“

Patek Philippe, Portraits de la famille Stern à la Manufacture
Patek Philippe, Portraits de la famille Stern à la Manufacture
© Patek Philippe/PR
Für Thierry Stern, Inhaber von Patek Philippe, sind Uhren von jeher eine Familienangelegenheit. Ein Gespräch über ein Unternehmen, das in Generationen denkt

Ihr Vater stand über 30 Jahre an der Spitze von Patek Philippe, von 1977 bis 2009. Das kann nicht immer einfach gewesen sein.

THIERRY STERN: Mein Vater hat etliche Krisen durchlebt, allen voran natürlich den Quarzschock der 80er-Jahre, der die Schweizer Uhrenindustrie an den Rand des Abgrunds führte. Talfahrten an den Aktienmärkten, Kriege, das Platzen der Dotcomblase – er musste mehrfach mit Nachfrageeinbrüchen jenseits der 50 Prozent in wenigen Wochen fertig werden.

Hat er Ihnen da in der Pandemie Ratschläge geben können?

Thierry Stern

Seit August 2009 führt Stern, 51, in vierter Generation Patek Philippe, eine der letzten Schweizer Uhrenmanufakturen in Familienbesitz. Sein Vater Philippe ist Ehrenpräsident der 1839 gegründeten Marke, an deren Stammsitz im Genfer Vorort Plan-les-Ouates jährlich etwa 60 000 Zeitmesser gefertigt werden. Darunter Kultmodelle wie „Nautilus“, „Calatrava“ sowie komplexe Kalenderuhren.

Wir sprechen natürlich regelmäßig miteinander, aber eher über Persönliches als über das Business. Das haben wir früher oft und ausgiebig getan, etwa in der Finanzkrise.

Mehr zum Thema

Neueste Artikel