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Die Stunde Null Techem-Chef Hartmann: „Ein Grad weniger spart eine Menge Energie“

Techem-Chef Matthias Hartmann
Techem-Chef Matthias Hartmann
© PR
Der Energiedienstleister Techem muss den Deutschen die Rechnung für die Gas- und Stromkrise präsentieren. Unternehmenschef Matthias Hartmann gibt Energiespartipps für den Winter und fordert mehr Ehrlichkeit von der Politik

Es ist eine unangenehme Aufgabe in Zeiten massiv steigender Energiepreise: Der Energiedienstleister Techem aus dem hessischen Eschborn liest die Wärme- und Wasserzähler ab und schickt den Deutschen die Rechnung. „Wir sind sicherlich dieses Jahr in einer Extremsituation“, sagt Techem-Chef Matthias Hartmann im Podcast „Die Stunde Null“. „Die muss der Volkswirtschaft, aber auch der Gesellschaft insgesamt Sorge machen.“ Es werde Menschen geben, die „von sehr, sehr hohen Nachzahlungen überrascht werden“. Bei einer Verdreifachung der Gasrechnungen könne dies auch Leute treffen, die die Summe kaum bezahlen können.

Techem liest als Unternehmen nicht nur die Zähler ab, sondern will die Kunden auch mit Tipps und digitalen Mitteln dabei unterstützen, Energie zu sparen. Für den kommenden Winter warnt Hartmann davor, bei laufender Heizung das Fenster zu kippen und rät zum Stoßlüften. Zudem lasse sich viel erreichen, indem die Nutzer die Heizung leicht herunterregeln. „Ein Grad weniger Heizen spart im Schnitt rund sechs bis sieben Prozent Energie ein“, sagte Hartmann. „Und alles, was in den Bereich 19 bis 20 Grad geht, ist sicherlich eine akzeptable Raumtemperatur.“

Mit Blick auf die Gesellschaft fordert Hartmann eine „ehrlichere Debatte“ auch über die Folgen der Energiewende und die damit verbundenen Ausgaben. „Diese Energiewende ist nicht kostenlos“, sagte er. Und die Frage wird sein: Wer zahlt am Ende die Zeche für die Klimaneutralität?“ Auch die Immobilienbranche habe sich zu lange mit dem Status quo zufriedengegeben und zu wenig getan. „Dieser Sektor verpasst seit Jahren seine Klimaziele. Da muss jetzt etwas passieren“, sagte Hartmann.

Der Techem-Chef setzt darauf, dass die steigenden Kosten auch das Bewusstsein für das Energieproblem in der Bevölkerung schärfen: „Die Menschen reagieren ja häufig dann, wenn eine Krise den eigenen Geldbeutel betrifft.“

Hören Sie in der neuen Folge von „Die Stunde Null“,

  • was Hartmann selbst tut, um bei sich die Energiekosten zu senken,
  • welche Rolle die Digitalisierung beim Energiesparen spielen kann,
  • warum Hartmann keine Angst vor wütenden Verbrauchern hat.

Alle Folgen finden Sie direkt bei Audio Now, Apple oder Spotify oder via Google.


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