Migration Trumps Mauer: Das Geschäft mit den Flüchtlingen

Ein Mann und eine Frau unterhalten sich durch den Grenzzaun, der die mexikanische Hälfte der Stadt Nogales von der amerikanischen trennt
Ein Mann und eine Frau unterhalten sich durch den Grenzzaun, der die mexikanische Hälfte der Stadt Nogales von der amerikanischen trennt
© Patrick Tombola
Donald Trump hat in seiner Ansprache an die Nation erneut für eine Mauer an der Grenze zu Mexiko geworben. Was er verschweigt: Ein Heer aus Grenzschützern, Polizisten, Anwälten und Drogenkartellen verdient an der illegalen Einwanderung. Eine Reportage über das Migrations-Business.

Ein Vater aus Honduras schickt seine fünf Söhne in die USA – und führt Buch über alle Kosten. Schleuser, Drogenkartelle, Polizisten, Grenzbeamte, Anwälte, Banken und Rüstungsunternehmen verdienen mit. Porträt eines heimlichen Milliardenmarkts, aus dem nicht zuletzt die US-Politik Profit schlägt.

Wie jeden Abend sitzt der Busunternehmer Alex Díaz am Esstisch seines Hauses in der Kleinstadt Potrerillos und zählt die Tageseinnahmen. Er kommt auf 12.000 Lempira, rund 500 Dollar, die er mit seinen fünf Kleinbussen auf der Strecke nach San Pedro Sula verdient hat. Díaz, 50, sortiert die Banknoten in drei Stapel. Einer ist für seine laufenden Kosten: Benzin, Gehälter, Reparaturen, umgerechnet gut 250 Dollar. Der zweite, rund 100 Dollar, 20 Prozent der Einnahmen, ist für die „Renta“: Schutzgelder, die Díaz an die Straßengangs MS-13 und Barrio 18 zahlen muss, das Fünffache der staatlichen Steuern. Weitere 100 Dollar legt Díaz auf einen dritten Stapel: Rücklagen für den nächsten Fluchtversuch seiner vier Söhne in die USA. Sie werden von den Gangs mit dem Tod bedroht. Einer, der fünfte, wurde von der MS-13 bereits ermordet, ein anderer entführt und gefoltert.

„So funktioniert die Geschäftswelt in Honduras“, sagt Díaz. Neben ihm sitzen zwei seiner Söhne. Luis, 34, der älteste, wurde trotz dokumentierter Morddrohungen gerade aus den USA abgeschoben und spart nun für die nächste Flucht. Alex Junior, 31, der drittälteste, überlegt, nach Kanada zu fliehen. Zusammen gehen sie die Monatsbilanzen durch. 15.000 Dollar Einnahmen. 7500 Dollar laufende Ausgaben. 3000 Dollar Schutzgelder. 3000 Dollar Fluchtkosten. „Zum Leben bleibt nicht viel“, fasst Díaz zusammen.

Alex Díaz an der Stelle, wo sein Sohn Angel von der Gang MS-13 ermordet wurde
Alex Díaz an der Stelle, wo sein Sohn Angel von der Gang MS-13 ermordet wurde (Foto: Patrick Tombola)
© Patrick Tombola

Eigentlich lief das Geschäft blendend für den stämmigen Selfmademan aus dem Nordosten von Honduras. Vor 25 Jahren kaufte er sich einen Kleinbus, um Pendler in die Fabriken von San Pedro Sula zu fahren. Jedes Jahr kaufte er einen Bus hinzu und baute so das Transportunternehmen Susany auf, benannt nach Díaz’ einziger Tochter. Die fünf Söhne übernahmen als Fahrer jeweils einen Bus und konnten gut davon leben.

Doch vor zehn Jahren begann die Gang MS-13, Schutzgelder zu fordern. Sie hatte sich in den 80er-Jahren in Los Angeles formiert und dann vor allem in El Salvador und Honduras breitgemacht. Zunächst waren es kleine Beträge, 50 Dollar pro Woche. Doch schnell stiegen die Forderungen, zuletzt auf 375 Dollar. Jeden Freitag werden sie Díaz an der Starthaltestelle in Potrerillos abgeknöpft. Vor fünf Jahren begann dann auch die Gang Barrio 18, Schutzgelder zu erpressen, ebenfalls 375 Dollar pro Woche, diesmal an der Endhalte-stelle in San Pedro Sula.

Zahl oder stirb

Werden die Schutzgelder nicht gezahlt, erschießen die Gangs die Fahrer. Die Botschaft ist deutlich: Zahl oder stirb. Hinrichtungen durch Gangs sind die Hauptursache dafür, dass Honduras eine der höchsten Mordraten der Welt hat – und dass die Menschen massenhaft aus dem Land fliehen.

Auch in den Nachbarländern Guatemala und El Salvador ist Schutzgelderpressung weitverbreitet. Fast jede Firma zahlt an die Gangs – in Díaz’ Familie etwa seine Frau (Kleidungsgeschäft), sein Bruder (Busunternehmen) und seine Schwester (Hühnerimbiss). „Ich zahle den Höchstbetrag in Potrerillos“, sagt Díaz. „Die Polizisten tun nichts, sie nehmen Schmiergelder fürs Stillhalten.“ Rund ein halbes Monatsgehalt, 150 Dollar, bekommen die Polizisten von den Gangs.

Als Díaz vor fünf Jahren einer Erhöhung der „Renta“ nicht sofort Folge leistete, entführte die MS-13 seinen jüngsten Sohn Oscar und schlug ihn fast zu Tode. Den anderen vier drohte sie mit Mord. Der Vater schickte daraufhin alle fünf Söhne auf die 3000 Kilometer lange Flucht in die USA.

Alex Díaz ist ein stiller Mann, der keine Aufmerksamkeit sucht. Warum er über Erpressung und Flucht spricht? „Damit die Welt die Ursachen und Folgen richtig einzuschätzen weiß. Es betrifft vor allem Kleinunternehmer und die Armen. Die Oberklasse leistet sich Privatwachen und hat Visa für Amerika.“

Auf dem Hauptplatz der 30.000-Einwohner-Stadt verteilen Männer Flugblätter. Sie bieten ein All-inclusive-Paket an: Flucht in die USA mit Schleusern, einschließlich Transport, Verpflegung, Übernachtungen. Der Preis: 8500 Dollar.

Es ist eine Geschäftskette der zynischsten Art: Gangs erpressen Schutzgelder von Bürgern, bis diese sich in ihrer Not auf die Flucht begeben, mit der überteuerten Hilfe krimineller Schleuser, die wiederum einen Teil ihrer Einnahmen an die Gangs abführen. Alex Díaz hat inzwischen mehr als 80.000 Dollar für die Fluchtversuche seiner Familie ausgegeben. „So viel kostet hier ein Haus“, sagt er.

Laut US-Heimatschutzministerium kostet eine durchschnittliche Flucht 9200 Dollar pro Person. Bei mehr als 300.000 illegalen Grenzüberschreitungen pro Jahr bedeutet das eine Gesamtsumme von 2,8 Mrd. Dollar für das Geschäft mit der Not von Menschen. Neben Schleusern und Gangs profitieren Busunternehmen, Hotels, Restaurants, Drogenkartelle, korrupte Polizisten und Grenzbeamte. Auf US-Seite verdienen zusätzlich Anwälte, Banken, Betreiber von Internierungslagern und Rüstungsunternehmen.

Alex Junior, Miguel, Luis, ­Oscar und Angel Díaz (v. l.)
Alex Junior, Miguel, Luis, Oscar und Angel Díaz (v. l.)
© Patrick Tombola

Alex Díaz hat über alles genau Buch geführt. Seine Notizen sind die Finanzgeschichte einer Flucht – und gleichzeitig eine Familienchronik. Als Díaz im Jahr 2013 seine fünf Söhne zum ersten Mal losschickt, handelt er mit dem Mittelsmann die gängigen Bedingungen aus. 50 Prozent der Summe vorab, 5000 Dollar, die andere Hälfte nach erfolgreicher Ankunft in den USA. „Meinen Söhnen gab ich zusätzlich 5000 Dollar für Extrakosten mit“, sagt Díaz.

Tatsächlich erhöhen sich die Ausgaben schnell. An der Grenze zu Guatemala müssen die Söhne Beamte bestechen, um ohne Visum ins Land gelassen zu werden: 200 Dollar pro Kopf. Im Norden Mexikos, nach zehn Tagen und 3000 Kilometern in Bussen, fordert ein Drogenkartell Wegzoll: 1000 Dollar pro Person.

Bei Reynosa transportieren die Schleuser sie per Schlauchboot über den Rio Grande in die USA. Nach Durchquerung der Wüste geht es per Minivan weiter nach Houston. Die illegale Einreise ist gelungen, doch zusätzlich zum Erfolgshonorar verlangen die Schleuser plötzlich eine weitere Rate, 1000 Dollar pro Person. Die Kosten seien gestiegen, sagen sie, wegen der verbesserten US-Grenzüberwachung.

„Ich hatte nichts mehr“, sagt Vater Díaz. „Ich habe es mir zusammengeliehen.“ Wieder tätigt er eine Überweisung per Western Union, jener auf internationale Geldtransfers spezialisierten Bank, die bei jeder Transaktion etwa fünf Prozent mitverdient und damit zu den großen Profiteuren der Flüchtlingsnot zählt.

In Amerika

In den USA finden die Söhne schnell Jobs, weil sie harte Arbeit gewohnt und als Billigarbeiter begehrt sind. Ihre Tagessätze liegen zwischen 6,50 und 10 Dollar, schwarz, ohne Sozialabgaben, ohne Steuern. Wenn Donald Trump Migranten aus Zentralamerika als Mörder und Vergewaltiger bezeichnet, erwähnt er nicht, dass sie in seinem Land die Drecksarbeit übernehmen: Hotelzimmer säubern, Erdbeeren pflücken, Häuser bauen, Rasen mähen.

Etwa fünf Prozent der Arbeitnehmer in den USA sind sogenannte Illegals, in der Landwirtschaft sogar 53, im Bau 15 Prozent. Sie sind ein immenser Wirtschaftsfaktor – und ein Hauptthema bei den Kongresswahlen am 6. November.

Die Schicksale der fünf Brüder nehmen nun unterschiedliche Verläufe – und damit auch ihre Migrationskosten. Der jüngste Sohn Oscar, 29, übernimmt Gelegenheitsjobs in Dallas. Nach zwei Jahren holt er seine Frau und drei Kinder nach – die nächste Flucht, noch mal 24.000 Dollar. Als sie an der Grenze geschnappt werden, stellen sie einen Asylantrag. Bis zur Prüfung bleiben seine Frau und Kinder frei, Oscar jedoch landet in Untersuchungshaft. Gegen eine Kaution von 15.000 Dollar kommt er aus dem Gefängnis. Vorgestreckt wird ihm das Geld durch das Kreditunternehmen Libre by Nexus, ein weiterer Profiteur der Fluchtindustrie. Für eine Wuchergebühr von 420 Dollar im Monat vermietet es Migranten eine elektronische Fußfessel mit GPS-Überwachung, gleichzeitig lässt es sich zu hohen Zinsen die Kaution zurückzahlen.

Mit seinen 12.500 Kunden verdient Libre by Nexus mehr als 30 Mio. Dollar im Jahr. Inhaber ist der wegen Scheckfälschung vorbestrafte Michael Donovan, der 200 Angestellte und 30 Büros im ganzen Land hat. Seine Geschäftspraxis verteidigt er mit Standardsätzen: „Wir bieten einen sehr nachgefragten Service. Ohne uns hilft den Illegalen niemand. Aber das hat eben seinen Preis.“

Das ganze Verfahren kostet Oscar Díaz einschließlich Anwaltskosten 30.000 Dollar. „Das ist fast so viel, wie meine Familie in Honduras pro Jahr an Schutzgeldern an die Gangs abdrücken muss“, sagt er.

Die Rückkehrer

Zu fünft lebt die Familie in einer Zweizimmerwohnung im Norden von Dallas. Oscars hochschwangere Frau geht für eine Hotelkette putzen, er selbst schuftet als Wachmann in einem Kasino und auf dem Bau. Genützt haben ihnen die ganzen Ausgaben nichts. Zwei Jahre nach der Flucht stehen er und seine Familie heute vor der Abschiebung. „Der Asylprozess soll Ende des Jahres stattfinden“, sagt Oscar. „Der Anwalt will jetzt noch mal 6000 Dollar, aber unsere Chancen sind gering.“

Oscars Bruder Alex Junior ist einer Abschiebung zuvorgekommen und nach Honduras zurückgekehrt. Mit seiner Frau und drei Kindern lebt er im bergigen San Luis. „In meiner Heimat Potrerillos ist es viel zu gefährlich“, sagt er. „Ich werde nie zurückkehren.“ In San Luis bezahlt er auch keine „Renta“. Hier im Hochland regieren die Drogenkartelle, die im Unterschied zu den Gangs nicht von Schutzgelderpressungen und Entführungen leben. „Ihre Verbrechen betreffen uns Bürger nicht“, sagt Alex. „Sie waschen hier ihr Geld und legen es in Kaffeeplantagen und Landepisten an.“

Zaun aus Eisenbahn­schienen in der Nähe der ­Grenzstadt ­Nogales
Zaun aus Eisenbahnschienen in der Nähe der Grenzstadt Nogales (Foto: Patrick Tombola)
© Patrick Tombola

Auch Alex Junior hat viel für die Flucht bezahlt. Vor zwei Jahren, als er noch in Dallas lebte, ließ er seinen Sohn Steven nachholen, doch der wurde an der Grenze aufgegriffen und in ein New Yorker Internierungslager geschickt. US-Unternehmen verdienen gut an diesen Lagern. Die Firma Southwest Key erhielt seit 2015 Aufträge im Wert von 955 Mio. Dollar für die Unterbringung von Flüchtlingskindern. Die Rüstungsunternehmen General Dynamics und MVM mischen ebenfalls mit und erwarten nun lukrative Aufträge von der Trump-Regierung, die mehr als 23 Mrd. Dollar für verbesserten Grenzschutz ausgeben will.

Alex Junior zahlte viel Geld, um seinen Sohn aus dem Internierungsheim zu holen. „Danach war uns das Risiko der Deportation zu groß“, sagt er. „Wir wollten unseren Kindern diese Angst nicht zumuten.“

Der zweitälteste Sohn Miguel, 33, der größte und kräftigste von allen, lebt in New Jersey bei seinem Onkel. Wie viele Migranten im Nordosten der USA jobbt er als Gärtner. In Arbeitskolonnen ziehen sie durch die Vororte, schneiden Hecken, mähen Rasen, düngen Blumenbeete.

Nach Berechnungen des Wirtschaftsprofessors George Borjas von der Harvard Kennedy School erhöht die Arbeit von Illegalen das Bruttoinlandsprodukt der USA um elf Prozent. Sie zahlen 11,65 Mrd. Dollar Steuern pro Jahr, kosten den Staat aber auch zweistellige Milliardenbeträge an Sozialleistungen und Schulplätzen.

Vor zwei Jahren hatte Miguel genug Geld gespart, um seine Frau und zwei Kinder nachzuholen: 12.000 Dollar. Für die anderen beiden Kinder reichte das Geld nicht. Miguel holt ein Foto hervor. „Das sind die beiden, die noch fehlen“, sagt er, auf zwei Teenager zeigend. Seine Frau tritt hinzu, Tränen in den Augen. „Wir arbeiten daran“, sagt sie.

Punkt für Punkt geht Miguel die Fluchtkosten durch. „Wir Söhne tragen alle das Buchhalter-Gen unseres Vaters in uns“, sagt er beim Rechnen. Am Ende kommt er auf insgesamt 20.000 Dollar. Die Preise sind wieder gestiegen.

Das Klassensystem

Auch die Flucht unterliegt einem Klassensystem. Am schwersten haben es arme Migranten. Sie versuchen es ohne Schleuser, oft erfolglos. Unterwegs werden sie von Grenztruppen aufgegriffen, sie verdursten in der Wüste oder werden von kriminellen Schleusern und Banden umgebracht, um andere von Alleingängen abzuschrecken. „Bei unserer Flucht verendeten zwei schwangere Frauen aus El Salvador“, sagt Miguel. „Sie hatten nicht genug Kraft, um die Wüste zu durchqueren.“

Es gibt zwar eine Luxusvariante des illegalen Grenzübertritts, aber die wird nur Chinesen angeboten, die an der US-Westküste in Tijuana landen und bis zu 30.000 Dollar pro Person zahlen können.

Luis Díaz bei der Ankunft in Hon­duras nach seiner Abschiebung aus den USA
Luis Díaz bei der Ankunft in Honduras nach seiner Abschiebung aus den USA (Foto: Patrick Tombola)
© Patrick Tombola

Díaz’ ältester Sohn Luis arbeitete nach seiner Flucht vor allem auf Baustellen in Florida. Die US-Bauindustrie beschäftigt Hunderttausende Migranten, die von San Diego bis Maine Häuser hochziehen. „Einzelhäuser, Hochhäuser, Hotels, alles“, sagt Luis. „Ich wurde ständig gefragt, ob ich nicht noch andere Arbeiter aus Honduras kenne.“

Als Luis bei einer Polizeikontrolle geschnappt wurde, kam er ins Gefängnis und verbrauchte alle seine Ersparnisse, 6000 Dollar, für einen Anwalt. Der verwies vor Gericht auf die Morddrohungen in der Heimat. Trotzdem wurde Luis im Januar 2018 abgeschoben. Nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Ibisworld verdienen US-Anwälte mehr als 5 Mrd. Dollar pro Jahr an Migranten.

Luis lebt heute versteckt in Potrerillos, in der Nähe des Friedhofs, auf dem sein Bruder Angel liegt. Er arbeitet als Busfahrer, für 20 Dollar am Tag. Eine erneute Flucht in die USA würde ihn etwa 10.000 Dollar kosten. „Selbst mit zwei Jobs dauert das mehr als zwei Jahre“, sagt er.

Der Fall des fünften Sohnes, Angel, verlief ähnlich wie der von Luis. Auch er wurde nach einer Verkehrskontrolle inhaftiert, kurz darauf ließen die Behörden ihn deportieren. Nur vier Wochen nach seiner Abschiebung wurde Angel von der Gang MS-13 im Bus seines Vaters ermordet. Die US-Behörden hatten ihm die Todesgefahr nicht geglaubt und seinen Asylantrag abgelehnt.

Den verbliebenen Brüdern hat es nicht geholfen, nachweisen zu können, dass einer der ihren gefoltert und ein anderer ermordet wurde. Seit Mai wird die Flucht vor Gangs von der Trump-Regierung nicht mehr als Asylgrund akzeptiert.

„Wir werden es immer wieder versuchen“, sagt Alex Díaz, der Vater, in seinem Haus in Potrerillos. „Ich will, dass meine Kinder leben.“ Er überlegt jetzt, sein Busunternehmen zu verkaufen. Die Erlöse könnten seiner gesamten Familie eine letzte große Flucht ermöglichen. Nur wohin – nach all diesen Erfahrungen?

„Ich denke an Kanada“, sagt Alex Díaz. „Ich rechne alle Kosten durch.“

Der Beitrag ist in Capital 11/2018 erschienen. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop , wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes und GooglePlay


Mehr zum Thema



Neueste Artikel