Energiekrise Ökonom Dullien: „Mindestens zwei harte Winter liegen vor uns“

Sebastian Dullien
Sebastian Dullien, Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung des gewerkschaftsnahen Instituts IMK
© IMAGO / IPON
Deutschland steuert auf eine Rezession zu, sagt der Volkswirt Sebastian Dullien. Im Interview erklärt er, wie die Gaskrise Verbraucher und Unternehmen trifft – und warum es unter Umständen Rationierungen geben wird

Herr Dullien, werden wir gut über den Winter kommen?

Das ist noch nicht ausgemacht. Wir steuern auf eine Rezession zu. Wie stark sie wird, hängt unter anderem davon ab, was die Bundesregierung für Maßnahmen ergreift.

Das neue Entlastungspaket reicht also nicht aus?

Manches ist noch vage formuliert, deswegen kann ich das nicht klar sagen. Vor allem bei den Gaspreisen fällt das auf: Hier soll eine Expertenkommission überlegen, wie der Preis für private Haushalte gedämpft werden kann. Das ist so eine Formulierung, bei der man gar nicht weiß, was kommt. Dabei hat der Gaspreis enorme Auswirkungen auf die Volkswirtschaft.

Inwiefern?


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