Pionierinnen der Wirtschaft Beate Uhse: Das Geschäft mit der Erotik

Die Erfinderin des Sexshops 1992 im Eingang eines Beate-Uhse-Ladens. Videokabinen waren eine Goldgrube
Die Erfinderin des Sexshops 1992 im Eingang eines Beate-Uhse-Ladens. Videokabinen waren eine Goldgrube
© ullstein bild
Beate Uhse erfand in Deutschland das Geschäft mit der Erotik, ihr Name wurde ein Synonym für Sexshops. Vor allem aber befreite sie eine verklemmte Gesellschaft

Am Ende ihres Lebens fährt Beate Rotermund, die öffentlich weiterhin Uhse heißt, doch noch an die Orte ihrer frühen Tage. Zum ehemaligen Gut Wargenau in Ostpreußen, heute Russland, wo sie geboren und aufgewachsen ist; nach Rangsdorf bei Berlin, wo sie das Fliegen lernte. Es ist ein Innehalten zum Schluss. All die Jahre ist sie vorangestürmt, ohne zurückzublicken; die ganze Zeit hat sie angetrieben oder sich antreiben lassen. Denn so liefen doch Unternehmergeschichten nach dem Krieg: aus dem Nichts Großes schöpfen. So mussten es doch Geflüchtete machen, wenn sie es schaffen wollten. „Die saßen halt damals alle da und heulten ihrer verlorenen Heimat und Habe nach“, sagte sie einmal. „Für mich gibt’s keine Vergangenheit, nur Gegenwart.“


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