UmfrageElitepanel 2021: Deutsche Entscheider setzen große Hoffnungen auf Biden

Die Entscheider hoffen auf bessere Beziehungen zu den USA unter Joe Bidenimago images / MediaPunch

Die Top-Entscheider aus Wirtschaft und Politik in Deutschland blicken mit hohen Erwartungen und großem Optimismus auf den neuen US-Präsidenten Joe Biden. Dies zeigen die Ergebnisse der renommierten Umfrage Elitepanel des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Capital und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Demnach erwarten 96 Prozent der befragten Manager und Spitzenpolitiker, dass sich das deutsch-amerikanische Verhältnis unter Biden verbessern wird. Für US-Unternehmen erwarten 40 Prozent der Befragten einen positiven Effekt durch Bidens Politik, nur 4 Prozent rechnen mit einer Belastung für US-Unternehmen. Gegenüber der Amtseinführung Donald Trumps vor vier Jahren ist dies eine deutliche Verbesserung, damals hatten immerhin 35 Prozent der befragten deutschen Manager und Politiker angegeben, die mutmaßlich nationalistischere Politik Trumps werde US-Unternehmen belasten, und nur 33 Prozent hatten erwartet, Trumps Politik werde US-Unternehmen nutzen.

Die neue Capital erscheint am 21. Januar

Auch für deutsche Unternehmen sind die befragten Entscheider ausgesprochen optimistisch: 63 Prozent erwarten, dass deutsche Unternehmen von Bidens Politik profitieren werden, bei Trump dachten dies nur vier Prozent. Umgekehrt ist der Anteil derer, die von der Agenda des künftigen US-Präsidenten Schaden für deutsche Unternehmen erwarten, von 43 Prozent Ende 2016 auf nur noch ein Prozent gefallen.

Für die deutsche Konjunktur sind die Entscheider dagegen eher skeptisch gestimmt. Lediglich 16 Prozent der Befragten setzen auf einen schnellen, kräftigen und dauerhaften Aufschwung in den kommenden sechs Monaten, 40 Prozent dagegen auf einen eher schwachen Aufschwung. 28 Prozent der Befragten stellen sich sogar auf einen weiteren Abschwung ein. Mit 87 Prozent ist die große Mehrheit aller Befragten überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft das Niveau von vor der Corona-Pandemie erst im Jahr 2022 wieder erreichen wird.

Dass die Corona-Pandemie die Unternehmen noch lange beschäftigen wird, zeigt sich auch an den konkreten Konsequenzen, die viele Manager aus der Pandemie ziehen wollen: So geben 82 Prozent der befragten Unternehmenslenker an, sie wollten die Anzahl von Dienstreisen auch langfristig reduzieren, 66 Prozent wollen bei einer stärkeren Nutzung des Homeoffice bleiben. 37 Prozent der befragten Chefs wollen deshalb auch Büroflächen reduzieren oder haben dies bereits getan.

 


Der vollständige Beitrag erscheint in Capital 2/2021. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes und GooglePlay