WirtschaftskraftDie ökonomischen Schwergewichte der asiatischen Wirtschaftszone

Nicht nur Friedrich Merz (CDU) überkommt beim Blick auf die neue asiatische Freihandelszone Unbehagen. Während sich die Europäische Union mit Großbritannien im Brexit über Zölle und Handelsregeln strittt, hat sich auf der anderen Seite des Globus die größte Freihandelszone der Welt gebildet. China und 14 weitere Asien-Pazifik-Staaten vereinbarten die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP). Sie umfasst 2,2 Milliarden Menschen und rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung, wie die „Tagesschau“ berichtete.

Wer dominiert die größte Freihandelszone der Welt?

Zur neuen Super-Wirtschaftszone gehören nicht nur Asean-Staaten. China konnte im andauernden Konflikt mit den Vereinigten Staaten auch traditionell enge Verbündete der USA gewinnen. Beobachter haben dies als ein Zeichen dafür gewertet, dass Washington selbst nach der Präsidentschaft Donald Trumps international als zunehmend unzuverlässiger Partner wahrgenommen wird. Da sichern sich selbst alte Weggefährten mit neuen Allianzen lieber ihren Platz in der (neuen) globalen Wirtschaftsordnung.

China gibt ohne Frage in der RCEP den Ton an. Das gilt allerdings nicht, wenn es um die tatsächliche Wirtschaftsleistung je Einwohner geht. Schauen wir doch mal genau hin: Diese Länder sind beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf die stärksten Mitglieder der neuen Super-Freihandelszone im Asien-Pazifik-Raum.