BierabsatzCorona-Krise: Deutsche trinken weniger Bier

Symbolbild: Bier
Symbolbild: BierPixabay

Die Deutschen trinken seit Jahren immer weniger Bier. Die Corona-Pandemie treibt die Abwärtsspirale stärker voran – ob auf Dauer, das muss sich zeigen. Das Statistische Bundesamt verzeichnete im ersten Halbjahr 2020 einen Bierabsatz von rund 4,3 Milliarden Liter. Das waren 6,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager setzten demnach etwa 303 Millionen Liter weniger ab als im ersten Halbjahr 2019. Etwas abgefedert wurde das Minus von Biermischungen. Der Absatz von Mixgetränken mit Limonade, Cola oder Saft verringerte sich nur um 2,7 Prozent.

Verkauf von Bier bricht ein

„Geschlossene Bars und Restaurants, abgesagte Feste und sonstige Großveranstaltungen sorgten besonders in den Monaten April (minus 17,3 Prozent) und Mai (minus 13,0 Prozent) für einen starken Rückgang beim Bierabsatz“, teilte die Statistikbehörde mit. „Seitdem die Beschränkungen im Mai wieder gelockert wurden, erholt sich auch der Bierabsatz langsam wieder. Im Juni wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat nur noch 1,9 Prozent weniger Bier abgesetzt.“ Der Aufwärtstrend setzte sich im Juli fort. Der Bierabsatz erhöhte sich im Vergleich zur Juni-Bilanz binnen eines Monats um fast ein Viertel von 4,3 auf 5,2 Milliarden Liter. Das bisherige Jahresminus sank für die ersten sieben Monate von 6,6 auf 6,2 Prozent.

Biertrinker haben allerdings sehr unterschiedlich auf die Corona-Krise reagiert. In einigen Bundesländern brach die Nachfrage um über 20 Prozent ein. In zwei Ländern griffen hingegen offenbar so viele Menschen häufiger daheim zur Flasche, dass der Absatz trotz geschlossener Kneipen leicht anstieg.

Länder-Ranking beim Bierabsatz

In diesen Bundesländern wurde im ersten Halbjahr 2020 weniger Bier gekauft:

  • Schleswig-Holstein / Hamburg: minus 23,1 Prozent
  • Hessen: minus 22,5 Prozent
  • Nordrhein-Westfalen: minus 7,5 Prozent
  • Rheinland-Pfalz / Saarland: minus 7,4 Prozent
  • Baden-Württemberg: minus 6,2 Prozent
  • Bayern: minus 5,7 Prozent
  • Mecklenburg-Vorpommern: minus 4,5 Prozent
  • Sachsen: minus 3,0 Prozent
  • Niedersachsen / Bremen: minus 2,5 Prozent
  • Sachsen-Anhalt: minus 1,3 Prozent

Steigende Absatzzahlen verzeichneten hingegen Thüringen (2,0 Prozent) sowie Berlin und Brandenburg (0,4 Prozent).

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