KöpfeAufbrecherin – Atommüll zu Brennstoff

Das Problem: Radioaktive Brennstäbe strahlen für Hunderttausende von Jahren. Niemand will sie zwischenlagern, eine langfristige Regelung für die Entsorgung gibt es bis heute nicht.

Die aktuelle Capital
Die aktuelle Capital

Die Lösung: Die MIT-Absolventin Dewan hat mit einem Kommilitonen einen Reaktortyp entwickelt, der mit Atommüll betrieben wird. Die radioaktiven Abfälle werden in Salz eingeschmolzen und bilden einen neuen, kugelförmigen Kernbrennstoff. Der Flüssigsalzreaktor basiert auf einem Prototyp aus den 50er-Jahren. Statt nur drei Prozent wie bisher nutzt Transatomic Power 96 Prozent der Energie des Brennstoffs.

Der Markt: Derzeit betreiben 30 Länder 435 Kernreaktoren mit einer gesamten elektrischen Nettoleistung von rund 372 Gigawatt. Noch gibt es den Reaktor der beiden MIT-Doktoranden nur auf Papier. China entwickelt einen Prototyp, der 2020 ans Netz soll.

Der Aufbrecher erscheint jeden Monat in der Capital. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe der neuen Capital herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.