Hubertus Heil „Der Staat kann nicht alles für alle ausgleichen“

Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil
Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil
© IMAGO / photothek
Wenn die Krise kommt, schlägt die Stunde des Arbeits- und Sozialministers. Ein Gespräch mit Hubertus Heil über die große Frage: Werden wir alle ärmer?

Herr Heil, wann haben Sie zuletzt etwas nicht gekauft, weil es Ihnen zu teuer geworden ist?

HUBERTUS HEIL: Ich kaufe regelmäßig für meine Familie ein, und da ärgere ich mich dann schon, wenn die Butter mehr als 3 Euro kostet. Aber was für mich ärgerlich ist, ist vor allem für Geringverdiener eine extreme Belastung. Da geht es gerade wirklich ans Eingemachte.

„Wir werden ärmer werden“, sagt Vizekanzler Robert Habeck. „Der Ukrainekrieg macht uns alle ärmer“, sagt Finanzminister Christian Lindner. Haben Ihre Kollegen recht?

Ich frage mich, wer dieses „wir“ eigentlich sein soll, von dem da immer die Rede ist. Den Menschen, die wenig haben, zu sagen, dass wir alle ärmer werden, ist keine politische Antwort, mit der ich mich zufrieden gebe.


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