Homeoffice7 prominente Videokonferenz-Pannen

Selbst nach monatelanger Übung im Corona-Homeoffice: Bei Videokonferenzen kann so manches schiefgehenimago images / Westend61

Angesichts der steigenden Infektionszahlen wird das Homeoffice in den kommenden Monaten für viele Mitarbeiter eine Alternative bleiben. Grundsätzlich keine schlechte Idee, denn gerade die Videokonferenz erlaubt den Austausch mit Vorgesetzten und kommt dem realen Austausch dank Kamera und Mikrofon am nächsten.

Die Technik hat aber auch ihre Tücken, denn sowohl die eigene Umgebung als auch die Einstellungen der verschiedenen Tools bieten immer wieder Anlass für kleine Pannen: vom ausgeschalteten Mikro, über die Familie im Hintergrund bis hin zur Verwechslung von Video- und Audiokonferenz. Umso lustiger – und erleichtender, wenn sie nicht nur Ihnen und Ihren Kollegen, sondern auch Regierungschefs, Experten und Promis passieren. Manche Videokonferenz-Nutzer sind dagegen erst durch ihre Panne in den Sozialen Medien bekannt und teilweise berühmt geworden.

Wir präsentieren sieben Videokonferenz-Pannen mit teils prominenter Besetzung, die sich viral großer Popularität erfreuen.

#1 Die Sache mit dem Filter

Microsoft Teams ist eines der am häufigsten genutzten Programm für die Meetings im Homeoffice. Das Tool bietet in Videotelefonaten zusätzlich eine Reihe von Filtern, die live aktiviert werden können. Lizet Ocampo wusste allerdings nicht, wie man diese wieder ausschaltet und ist ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten nun als „Kartoffel-Chefin“ bekannt.

Auch ein italienischer Priester gelangte auf diese Weise in den Sozialen Medien zu unfreiwillig viel Aufmerksamkeit: Während seiner Messe per Livestream hatte er versehentlich den Filter aktiviert – und betete vorübergehend mit virtuellem Hut und Sonnenbrille.

#2 „Können Sie mich jetzt hören?“

Diese Frage fällt mindestens einmal in jeder Videokonferenz. Entweder, weil eine schlechte Internetverbindung die Tonqualität verschlechtert – oder weil der Kollege oder der Chef vergessen haben, ihr Mikro einzuschalten. Im ersten Moment ist das zwar für den Betroffenen peinlich, meist ist der Patzer aber schnell wieder vergessen. So erging es auch Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Videokonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Ende April: Nach Ankündigung von WHO-Generaldirektor Tedros Ghebreyesus startete Merkel ihren Redebeitrag und wurde daraufhin schnell wieder unterbrochen – denn das Mikro war aus. Ein Mitarbeiter kam der Bundeskanzlerin aber schnell zur Hilfe und sichtlich erleichtert, setzte Merkel mit ihrem Beitrag noch einmal an.

#3 Ein bisschen zu viel Transparenz

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson teilte Ende März in einem Tweet stolz ein Foto der ersten Videokonferenz seines Kabinetts. Dabei unterlief ihm allerdings ein grober Fehler: Die Raumnummer des Zoom-Meetings sowie sämtliche Benutzernamen sind auf dem Bildschirmfoto sichtbar. Einfach beitreten konnte man dennoch nicht, da der Raum glücklicherweise passwortgeschützt ist.

#4 Ungebetene Gäste Teil 1: Die pelzigen Kollegen

Die Arbeit in den eigenen vier Wänden hat viele Vorteile, bedeutet bei der Videokonferenz aber auch oft, einen Einblick in das Eigenheim zu geben. Zwar lässt sich der chaotische Dachboden oder die eigene Küche durch bestimmte Filter überdecken. Gegen einen Spontanbesuch der eigenen Haustiere bei der Arbeit hilft allerdings kein Konferenz-Tool. Diese Erfahrung musste auch US-Meteorologe Paul Dellegatto machen. Dessen Golden Retriever Brody besuchte ihn spontan bei seiner Live-Schalte für den Wetterbericht von daheim. Nachdem Brody erst unfreiwillig die interaktive Wetterkarte einfrieren ließ, machte er sich danach an der Kamera zu schaffen. Dellegotto gab sich schließlich geschlagen und versprach, den vollständigen Wetterbericht online noch einmal nachzureichen.

#5 Ungebetene Gäste Teil 2: Die lieben Kleinen

Auch andere Prominente bleiben von Video-Pannen nicht verschont. Ex-Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg musste diese Erfahrung schon weit vor der Corona-Pandemie im vergangenen Sommer selbst machen. Bei einer Video-Analyse für seinen Youtube-Kanal bekam Rosberg unerwarteten Besuch von Töchterchen Alaïa, die ihm mit einem pinken Zauberstab immer wieder zeigte „Papa, ich kann zaubern“. Sein „Bitte noch zwei Minuten“ verhallte ungehört und schließlich sagte Rosberg lachend in die Kamera. „Ich gebe auf, ich mache noch ein zweites Video“.

#6 Die eingeschaltete Kamera vergessen

Bei den vielen gleichzeitig anfallenden Aufgaben kann es passieren, dass das nächste Meeting fast vergessen wird. Die Podcasterin Jen Smedley verwechselte die Video- mit einer Telefonkonferenz und erschien mit einem ungewöhnlichen Arbeitsoutfit vor der Kamera. So privat haben selbst ihre Kollegen Smedley bisher wohl kaum erlebt.

#7 Familienbesuch vor laufender Kamera

Zum Schluss die wohl bekannteste Videokonferenz-Panne: Der britische Professor Robert Kelly gab dem Sender BBC 2017 ein Live-Interview zur Lage zwischen Nord- und Südkorea, bei der seine Familie nach und nach das Büro betrat. Nachdem die Mutter die Kinder in sekundenschnelle hinausbrachte, führte Kelly das Interview zu Ende, ohne sich etwas anmerken zu lassen. In den sozialen Medien ging das Video trotzdem viral.

 


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