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Produktivität Wie Sie das Beste aus dem Homeoffice machen

Symbolbild Homeoffice
Symbolbild Homeoffice
© Getty Images
Homeoffice funktioniert nicht auf Anhieb perfekt. Diese Tipps helfen, bei der Arbeit zu Hause mehr zu schaffen und das Beste aus der Heimarbeit rauszuholen

#1 Planung ist im Homeoffice Pflicht

Wenn Sie nicht an feste Bürozeiten gebunden sind, wird Homeoffice zur real existierenden Gleitzeit. Das ist ein Grund, warum sich der Job zu Hause oft wie Freizeit anfühlt: Solange die Deadline nicht unmittelbar bevorsteht, scheint Arbeit irgendwie rein theoretischer Natur zu sein. Selbst ohne böswilligen Vorsatz kann es schnell passieren, dass die Mittagspause mehrere Stunden dauert. „Arbeite ich eben heute Abend länger“, nimmt sich der Heimarbeiter vor und schiebt das Pensum samt Stress und schlechtem Gewissen seinem künftigen Ich zu.

Planung ist deshalb im Homeoffice das A und O, um den Anschluss nicht zu verlieren. Sogar Flexibilität lässt sich einplanen. Erstellen Sie Wochenpläne mit täglich festen Zeitfenstern für die verschiedenen Aufgaben. Vergessen Sie nicht Blöcke für Mittagspause und Organisation (E-Mails beantworten, Abstimmung mit Kollegen, die Planung an sich). Dieser Zeitaufwand wird gern unterschätzt. Planen Sie die Zeitblöcke möglichst realistisch, im Zweifel aber tendenziell zu großzügig.

#2 Produktive Zeiten nutzen

Wenn das Homeoffice richtig genutzt wird, lässt sich das Arbeitspensum in deutlich weniger Zeit schaffen, als das im Büro der Fall wäre. Das liegt in erster Linie nicht an den wegfallenden sozialen Interaktionen . Vielmehr können schwere Aufgaben dann angegangen werden, wenn die Konzentrationsfähigkeit auf dem Höhepunkt ist. Sie werden feststellen: Womit Sie sich um 13 Uhr quälen, geht womöglich um 16 Uhr fast wie von selbst. Hier lohnt es sich, mit Zeiten zu experimentieren. Selbst notorische Langschläfer stellen vielleicht fest, dass sie zwischen 7 und 11 Uhr am meisten schaffen.

Insbesondere Menschen mit Kindern arbeiten im Homeoffice noch spätabends. Das lässt sich oft nicht vermeiden, sollte aber möglichst die Ausnahme bleiben, allein schon mit Blick auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhephasen. Außerdem tragen diese späten Einsätze dazu bei, die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit im Homeoffice zu verwischen.

Durchhänger sind im Homeoffice übrigens nicht automatisch eine Rechtfertigung für Pausen. Auf diese Weise schrumpft der Arbeitstag rasch auf zu wenige Stunden zusammen. Nutzen Sie diese Phasen für weniger herausfordernde Aufgaben. Es kann sich lohnen, den morgentlichen Produktivititätsschub nicht mit dem Lesen von E-Mails auszubremsen. Vielleicht scannen Sie den Posteingang morgens nur kurz nach wichtigen Nachrichten und arbeiten ihn später ab, wenn die Konzentrationsfähigkeit nachlässt.

#3 Fester Arbeitsplatz im Homeoffice

Büro ist auch ein Gemütszustand. Der lässt sich am Esstisch nicht auf Dauer herstellen. Ein dezidierter Arbeitsplatz ist Pflicht für professionelles Arbeiten im Homeoffice. Es ist natürlich ideal, wenn der gesamte Raum „freizeitfrei“ ist. Den Luxus eines Arbeitszimmers haben aber die wenigsten Menschen, vor allem, wenn die Heimarbeit nicht geplant war. Ist es jedoch absehbar, dass das Homeoffice nicht nur eine Notlösung bleibt, ist es an der Zeit, einen echten Arbeitsplatz einzurichten. An dem wird wirklich nur gearbeitet, die Mittagspause verbringen Sie am Esstisch.

In fast jeder Wohnung findet sich Platz für eine Arbeitsecke. Sie muss lediglich Raum für Laptop, Maus und Kaffeebecher bieten. Zur Not tut es auch ein ein- oder hochklappbarer Tisch. Wichtig ist der mentale Freiraum, den der Arbeitsplatz im Homeoffice schafft.

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