Auszeit6 Tipps für das Sabbatical

1. Bye bye, work

In der modernen Arbeitswelt sind viele Jobs nicht mehr an einen festen Arbeitsplatz gebunden. Viele träumen daher vom „Arbeitsplatz mit Aussicht“ – mit Laptop auf der Gipfelhütte oder Cocktail schlürfend am Traumstrand. Doch Vorsicht: Obwohl das verlockend klingt – das ist keine Auszeit, sondern digitales Nomadentum. Andrea Oder, Sabbatical-Coach in Berlin, weiß aus Erfahrung, dass das gerne verwechselt wird. Aber Auszeit bleibt Auszeit: Also nur weiterlesen, wenn Sie die Arbeit jetzt wirklich mal Arbeit sein lassen wollen.

2. Seien Sie Vorreiter

Wer ein Sabbatical mit seinem Arbeitgeber vereinbaren kann, hat es generell leichter bei der Realisierung des Auszeit-Traums. In vielen Unternehmen wird die Forderung nach einem Sabbatical längst nicht mehr belächelt. Im Gegenteil: Aufgrund des Fachkräftemangels lassen sich viele Unternehmen auf flexible Modelle ein, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben. Selbst wenn Sie also in Ihrem Unternehmen noch nichts vom Sabbatical-Angebot gehört haben: Fragen kostet nichts. Geben Sie nicht gleich auf, sondern zeigen Sie mit kreativen Ideen Initiative. Indem Sie sich gut auf ein Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten vorbereiten und verschiedene Sabbatical-Modelle vorstellen, zeigen Sie, dass Sie es ernst meinen.

3. Planen Sie den Wiedereinstieg noch vor dem Ausstieg

Wenn Sie die Dauer Ihres Sabbaticals mit Ihrem Arbeitgeber vereinbart haben und sich an die Reiseplanung machen, denken Sie daran, dass Sie vielleicht einen Puffer zwischen Rückkehr nach Hause und Rückkehr ins Büro brauchen könnten. Sei es für Jetlag, Organisatorisches oder ein Wiedersehen mit Familie und Freunden – nach der Auszeit sollte nicht direkt hektischer Alltag folgen.

4. Vor der Reise: ab aufs Amt

Nicht jeder hat die Möglichkeit, sich mit seinem Arbeitgeber auf ein Sabbatical zu einigen und eine Kündigung kann für die Auszeit ja auch das Gefühl eines Neuanfangs mit sich bringen. Doch damit dieses Freiheitsgefühl nach der Rückkehr aus dem Sabbatical nicht zur blanken Panik wird, sollten einige Formalitäten bedacht werden. Nehmen Sie Kontakt mit dem Arbeitsamt auf: Welche Meldefristen müssen Sie beachten, welche Anträge stellen? Außerdem sollten Sie klären, ob Sie Ihre Abwesenheit melden müssen.

5. Schaffen Sie ein Geldpolster für die Rückkehr

Klar, es ist wichtig, vor der Auszeit ein Reisebudget festzulegen. Doch damit es nach Ihrer Rückkehr nicht zu bösen Überraschungen kommt, sollten Sie auch darauf achten, wie viel Geld Sie nach der Auszeit zur Verfügung haben, zum Beispiel um eine Neubewerbungsphase zu überbrücken oder gegebenenfalls einen Umzug zu stemmen. Dieses Geld sollten Sie beiseitelegen, damit Sie nicht in Versuchung geraten, es während der Auszeit doch noch spontan in Ihr Reisebudget zu integrieren.

6. Suchen Sie sich eine Bleibe

Eigentlich wollen Sie nun einfach nur noch los, weg, die Freiheit genießen. Doch damit Sie nach Ihrer Rückkehr nicht in den „Sabbatical Blues“ verfallen, wie Coach Andrea Oder es nennt, fehlt noch ein entscheidender Punkt auf der Vorbereitungsliste: Die Wohnsituation. Vielleicht haben Sie geplant, Ihre Wohnung zwischen zu vermieten oder sind gleich ganz ausgezogen. Aber wo werden Sie dann wohnen, wenn Sie aus Ihrer Auszeit zurückkommen? Damit Sie nicht verzweifelt in Tränen ausbrechen, wenn der Taxi-Fahrer am Flughafen fragt „Wohin soll es gehen?“, klären Sie ab, dass Ihr Zwischenmieter rechtzeitig ausgezogen ist oder vereinbaren Sie verbindlich mit Freunden Ihren Bezug der Gästecouch bis Sie eine neue Wohnung gefunden haben.