Beste ArbeitgeberLebkuchen-Schmidt - der Name ist Programm

Für Lebkuchen Schmidt ist Deutschland der wichtigste Marktimago images / HRSchulz

Nürnberg ohne den Christkindlmarkt? Kaum auszudenken! Der Christkindlmarkt ohne Lebkuchen? Unmöglich! Damit ist die Bedeutung von Lebkuchen-Schmidt für die Stadt Nürnberg klar. Wie der Name verrät, produziert und vertreibt Lebkuchen-Schmidt Lebkuchen, Pfefferkuchen und andere Süßwaren. Das Unternehmen ist der größte Lebkuchen-Direktversand der Welt.

Dabei begann alles mit nur drei Eisenbahnwaggons voller Lebkuchen, die Kaufmann Schmidt 1926 in Thüringen von einem bankrotten Kunden in Zahlung nahm und seinem Bruder zur Vermarktung nach Nürnberg schickte. Der packte sie zu kleinen Portionen und bot sie per Zeitungsannonce zum Verkauf an. Mit vollem Erfolg – fortan ließ E. Otto Schmidt eigene Lebkuchen backen und verkaufen. 1932 arbeiteten schon 200 Leute für Schmidt, heute sind es rund 800.

Die meisten Abnehmer für Schmidts Lebkuchen gibt es in Deutschland, exportiert wird aber unter anderem auch in die USA, Kanada und nach Argentinien. Die Leckereien sind so beliebt, dass Nürnberger Lebkuchen seit 1927 sogar als Herkunftsbezeichnung gesetzlich geschützt sind. Das Gütesiegel „Echte Nürnberger Lebkuchen“ darf nur tragen, was innerhalb der Stadtgrenzen hergestellt wird.

Ehrenvolles Engagement für die Metropolregion Nürnberg

2014 starb das letzte Mitglied der Unternehmerfamilie, Henny Schmidt-Burkhardt, die Schwiegertochter des Firmengründers, die das Unternehmen seit den 1980er-Jahren geleitet hatte. Nach ihrem Tod ging das Familienunternehmen in den Besitz der von ihr gegründeten Rudolf und Henriette Schmidt-Burkhardt-Stiftung über. Die soll nicht nur das Lebkuchengeschäft im Sinne der Gründerfamilie weiterführen – sondern auch das Engagement in der Metropolregion Nürnberg. Durch die Unterstützung der Stifter Schmidt-Burkhardt konnte in den letzten Jahren unter anderem das Nürnberger Klassik Open Air realisiert, ein neuer Konzertsaal für die Nürnberger Hochschule für Musik verwirklicht und ein Lehrstuhl für Lebensmittelchemie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gestiftet werden. Für ihr Engagement erhielt Schmidt-Burkhardt neben weiteren Auszeichnungen 2003 den Bayerischen Verdienstorden, ein Jahr später die Bürgermedaille ihrer Heimatstadt Nürnberg, und 2009 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.


Für das Ranking „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt“ hat Statista 3200 Arbeitgeber aus 25 Städten ausgewählt – und die Arbeitnehmer vor Ort abstimmen lassen. Rund 13.600 Arbeitnehmer, die entweder in den jeweiligen Städten oder in einem Umkreis von 25 Kilometern wohnen, haben im März 2020 an der Befragung teilgenommen. Sie bewerteten dabei nicht nur ihren eigenen Arbeitgeber, sondern konnten auch Bewertungen für andere lokale Firmen abgeben. Die Befragten beurteilten auch, ob Unternehmen am Standort sowohl wirtschaftlich als auch für gemeinnützige Zwecke aktiv sind – und ob sie gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sozial verantwortlich handeln. Die kompletten Ergebnisse finden Sie hier.