UmfrageDeutsche Millennials sind pessimistisch

Symbolbild Millennials
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Millennials sind die Zukunft – und blicken pessimistisch in dieselbe. Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Deloitte hat für seine achte Millennial-Studie weltweit mehr als 16.000 Menschen unter 40 Jahren befragt. Darunter waren den Angaben zufolge 500 deutsche Teilnehmer zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Das Urteil gibt Grund zur Sorge. „In Deutschland ist bei den sogenannten ‚Millennials‘ (Jahrgänge 1983 bis 1994) wie auch bei der nachfolgenden ‚Generation Z‘ (Jahrgänge 1995 bis 2002) eine gewachsene Skepsis zu beobachten, die weit über dem globalen Durchschnitt liegt und seit dem Vorjahr signifikant zugenommen hat“, teilte Deloitte mit.

Millennials zwischen Weltschmerz und „deutsche Angst“: Das sind einige der Erkenntnisse der Studie.

Größte Sorgen deutscher Millennials

  1. Klimawandel, Naturkatastrophen: 35 Prozent (weltweit: 29 Prozent)
  2. Terrorismus: 29 Prozent (weltweit: 19 Prozent)
  3. Kriminalität, persönliche Sicherheit: 20 Prozent (weltweit: 19 Prozent)
  4. Politische Instabilität, Krieg: 18 Prozent (weltweit: 18 Prozent)
  5. Korruption: 15 Prozent (weltweit: 20 Prozent)

28 Prozent der Millennials gaben an, zufrieden mit ihren aktuellen Lebensumständen zu sein. Weltweit lag die Zufriedenheitsrate bei 39 Prozent.

Ein großer Teil der Befragten sah die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands pessimistisch. Nur 13 Prozent erwarteten, dass sich die ökonomische Lage in den nächsten zwölf Monaten verbessern wird. 2018 hatte der Wert noch bei 35 Prozent gelegen. Der Anteil der Befragten mit sozialer/politischer Zuversicht sank von 23 auf 10 Prozent.

Top-Ambitionen deutscher Millennials

  1. Reisen: 50 Prozent (weltweit: 57 Prozent)
  2. Familie gründen: 44 Prozent (weltweit: 39 Prozent)
  3. Hohes Einkommen: 40 Prozent (weltweit: 52 Prozent)
  4. Eigene vier Wände: 39 Prozent (weltweit: 49 Prozent)
  5. Gesellschaftlichen Beitrag leisten: 33 Prozent (weltweit: 46 Prozent)

„Die Ambitionen bleiben in Deutschland deutlich hinter dem internationalen Durchschnitt zurück“, urteilte Deloitte. Nur beim Kinderwunsch schnitten Millennials höher ab als ihre weltweiten Altersgenossen. 84 Prozent der Befragten waren den Angaben zufolge berufstätig (Vollzeit-, Teilzeit), 38 Prozent hatten Kinder.