Umfrage Corona trübt die Kauflaune zu Weihnachten

Die Einschränkungen der Corona-Pandemie machen sich auch bei den Weihnachtseinkäufen bemerkbar
Die Einschränkungen der Corona-Pandemie machen sich auch bei den Weihnachtseinkäufen bemerkbar
© IMAGO / Sven Simon
Die Corona-Pandemie schlägt auf die Weihnachtseinkäufe durch. Die Mehrheit der Deutschen hat vor, weniger Geld auszugeben. Immerhin: Dem stationären Handel wollen sie trotz Kontaktbeschränkungen die Treue halten

Die Corona-Pandemie drückt das Weihnachtsbudget vieler deutscher Konsumenten. Die Mehrheit der Deutschen will deshalb weniger Geld für Weihnachten ausgeben, wie eine Umfrage der Beratung Deloitte zeigt. Im Vergleich zum Vorjahr schmilzt das geplante Weihnachtsbudget dabei durchschnittlich auf nahezu die Hälfte. Statt der 642 Euro aus dem letzten Jahr betragen die geplanten Ausgaben 343 Euro. Auch bei Geschenken machen viele Deutsche Abstriche und veranschlagen nur noch 168 Euro – 13 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mehr als jeder Vierte will stattdessen Geld zurücklegen. Neben den Einschränkungen bei Reisen und Freizeitaktivitäten liegt das auch an der wirtschaftlichen Unsicherheit: Ein Viertel der Befragten gibt an, in diesem Jahr über weniger Einkommen zu verfügen. Mehr als jeder Zehnte hat Angst seinen Job zu verlieren oder hat ihn bereits verloren.

Auch in Frankreich, Spanien und den Niederlanden reagieren Verbraucher ähnlich. Hier sinken die geplanten Ausgaben zur Weihnachtszeit ebenfalls um die Hälfte, in Polen um ein Drittel.

Großteil der Geschenke wird im Geschäft gekauft

Das Kaufverhalten ändert sich Corona-bedingt, aber der erwartete Zuwachs beim Onlinehandel lässt sich dagegen nicht bestätigen. Lediglich für elektronische Geräte, Smartphones und Spielwaren setzt die Mehrheit der Befragten auf digitale Angebote. Mehr als die Hälfte der Befragten will weniger häufig in Geschäfte gehen und stattdessen gezielter einkaufen. Jeder Dritte gab an mehr Waren online zu bestellen und im Geschäft abzuholen.

Viele Verbraucher haben vor, die Einkäufe eher früh zu erledigen. Mehr als jeder Fünfte hat seine Weihnachtseinkäufe bereits im November getätigt. Elf Prozent nutzten dafür die Schnäppchen am „Black Friday“. Der Großteil nutzt aber die Adventszeit. In den ersten beiden Dezemberwochen macht fast jeder Dritte seine Besorgungen für Weihnachten.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen dabei in diesem Jahr sowohl bei Frauen (44 Prozent) als auch Männern (37 Prozent) Geldgeschenke. Danach kommen mit deutlichem Abstand Kosmetika (31 Prozent) und Kleidung (29 Prozent) bei Frauen und elektronische Geräte (19 Prozent) und Feinkost (18 Prozent) bei Männern. Das spiegelt sich auch bei den gekauften Geschenken wieder. Fast jeder dritte Erwachsene findet unter dem Weihnachtsbaum ein Geldgeschenk, bei Kindern und Jugendlichen ist es mehr als jeder Vierte.

Für den Deloitte Christmas Survey hat die Beratung 1000 Personen im Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 04. November 2020 in Deutschland befragt.


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