KarriereBewerbung: Bei diesen Punkten lohnt sich Selbstbewusstsein

Im Bewerbungsgespräch muss man immer öfter mit außergewöhnlichen Fragen rechnenPhoto by Amy Hirschi on Unsplash

#1 Häufiger Jobwechsel

StepStone hat mehrere Bewerbungsmythen unter die Lupe genommen. Darunter fällt laut der Jobplattform die Furcht „Wenn ich schon viele Jobs hatte, gelte ich als Job-Hopper“. Das mag früher richtig gewesen sein. Heute aber werde der Arbeitsmarkt immer schnelllebiger, die Wechselbereitschaft sei bei Arbeitnehmern deutlich gestiegen, informiert StepStone. „Je nach Aufgabenprofil in der ausgeschriebenen Stelle bewerten Personaler es sogar positiv, wenn der Bewerber in vielen unterschiedlichen Bereichen in kurzer Zeit Erfahrungen gesammelt hat – das beweist Flexibilität und Anpassungsfähigkeit“, sagte Karriereexpertin Inga Rottländer. Sie empfahl: „Hat man sich beruflich sehr häufig und schnell verändert, ist es ratsam, den Grund im Lebenslauf unter der jeweiligen Station kurz zu nennen – zum Beispiel ein Umzug oder dass das Aufgabenprofil letztendlich doch nicht gepasst hat. So können Bewerberinnen und Bewerber mögliche Fragen von Personalverantwortlichen direkt abfangen.“

#2 Bewerbung bei anderen Firmen

Manche Jobsuchende wollen ihrem potenziellen Arbeitgeber schmeicheln und behaupten, sich nur bei ihm beworben zu haben. Ein Fehler, meinte Rottländer, denn Recruiter würden die Statistik ganz genau kennen. In einer Umfrage von StepStone gaben fast zwei Drittel der Teilnehmer an, sich im Laufe einer Jobsuche bei mindestens sechs Unternehmen beworben zu haben. Bei jedem Dritten waren es demnach sogar mehr als 15 Firmen. „Personalverantwortliche erwarten daher eine ehrliche Antwort auf die Frage, ob man sich noch bei anderen Unternehmen beworben hat. Alles andere könnte auf eine fehlende Motivation bei der Jobsuche schließen“, warnte die Expertin.

#3 Hohes Gehalt fordern

Sich unter Wert zu verkaufen ist nach Ansicht von Rottländer auch bei der Gehaltsforderung keine gute Idee. Falle das verlangte Gehalt zu bescheiden aus, könne das beim Personaler so interpretiert werden, dass der Bewerber gar nicht für die Stelle qualifiziert ist. „Niedrige Gehaltswünsche offenbaren auch, dass man sich nicht hinreichend über ein realistisches Gehalt informiert hat“, gab die Expertin zu bedenken. „In der Gehaltsverhandlung ist es ratsam, eine Gehaltsvorstellung zu nennen, die einen gewissen Puffer nach unten zulässt – und trotzdem realistisch ist. In der Regel nähern sich Bewerber und Personalverantwortliche dann so an, dass beide zu einem zufriedenstellenden Ergebnis kommen.“