Frauenquote Studie zur Diversität: Je jünger die Unternehmen, desto männlicher

Frauen sind in deutschen Vorständen immer noch unterrepräsentiert
Frauen sind in deutschen Vorständen immer noch unterrepräsentiert
© IMAGO / Sven Simon
Das typische Mitglied deutscher Vorstände ist ein Mann. Man sollte denken, dass besonders alte Unternehmen wenig auf Diversität achten und Frauen in den Vorständen haben. Eine Studie der Allbright-Stiftung zeigt: die jungen sind nicht besser

Man sollte glauben, dass junge Unternehmen es ernster mit der Diversität in Belegschaft und Chefetage meinen als etablierte mit lange gewachsenen Strukturen. Eine Studie der Allbrigt-Stiftung zeigt jetzt allerdings: Das Gegenteil ist der Fall. In den Vorständen der 30 Börsenneulinge, die seit höchstens fünf Jahren in einem der Dax-Indizes notiert sind, arbeiten 98 Männer und 11 Frauen. Diversität? Fehlanzeige.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Unternehmen, die in den vergangenen 15 Jahren gegründet worden sind und die nicht durch eine Abspaltung von einem Großkonzern entstanden sind, den niedrigsten Frauenanteil haben: 5,4 Prozent.

Um auf das Problem der mangelnden Diversität aufmerksam zu machen, hat die Allbright-Stiftung das Problem als „Thomas-Kreislauf" bezeichnet. In den älteren Unternehmen ist Thomas der häufigste Name in den Vorständen. Thomas ist 54 Jahre alt und Wirtschaftswissenschaftler oder Ingenieur aus Westdeutschland.

Von wegen Diversität: Aus Thomas wird Christian

Die Top-Managements jüngerer Unternehmen zeichnen sich noch weniger durch Diversität aus, sie sind sogar heterogener. Nur der häufigste Name hat sich geändert: zu Christian. Christian sei noch häufiger Wirtschaftswissenschaftler. Meistens hat er seine Ausbildung an einer privaten Hochschule für Wirtschaft und Management absolviert.

Diese Unternehmen haben keine oder nur wenige Frauen in ihren Vorständen:

Das sind die Börsenneulinge ohne Frauen in den Vorständen


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