Karriere4 Fehler beim Video-Vorstellungsgespräch

Symbolbild VideokonferenzBild von Jagrit Parajuli auf Pixabay

#1 Online-Vorstellungsgespräch: Schlechte Bildqualität

Wir haben Ihnen vor einiger Zeit bereits vier Tipps für das Online-Vorstellungsgespräch unterbreitet. Bei der Video-Bewerbung lauern aber noch etliche weitere Fehlerquellen. Wer den bestmöglichen Eindruck hinterlassen will, muss möglichst gestochen scharf beim Gegenüber ankommen. Gehen Sie vorsichtshalber davon aus, dass der Personalverantwortliche sie auf einem riesigen 27-Zoll-Bildschirm zu Gesicht bekommt. Entsprechend hervorragend muss die Bildqualität der Webcam sein. Die beste Hardware nutzt allerdings nichts, wenn zur Zeit des Vorstellungsgesprächs ein Mitbewohner die Übertragungsleistung per Streaming drosselt. Wer auf Nummer sicher gehen will, setzt zudem während des Video-Calls auf LAN-Kabel statt WLAN.

#2 Ungünstiger Blickwinkel

Liebe zum Detail zahlt sich auch bei der Ausrichtung der Webcam aus. Wer mit seinem Gesicht den Bildschirm füllt und das noch mit einer Perspektive von schräg unten, wirkt unwillkürlich zu aufdringlich. Sind hingegen die Knie mit im Bild, schafft man virtuell zu viel Distanz. Im realen Leben spüren wir instinktiv, welche Abstände in welchen Situationen angemessen sind. Bei der Videokonferenz gelten unterschwellig dieselben Regeln. Hier bedarf es aber mehr Überlegung.

#3 Schlechte Tonqualität beim Video-Call

Schlechte Tonqualität nervt bereits beim Telefonat mit Freunden. Während eines Vorstellungsgesprächs ist es umso störender, wenn der Bewerber zu leise, abgehackt oder mit Störgeräuschen zu hören ist. Auf diese Weise kann kein gutes Gespräch in Gange kommen. Reicht das verbaute Mikrofon am Computer nicht aus, gibt es günstige externe Geräte zu kaufen, die ans Revers geklemmt werden. Achten Sie darauf, dass nicht Haare oder Jackett über das Mikro streichen oder es so nah am Gesicht angebracht ist, dass der Interviewer Sie atmen hört.

#4 Mangelnde Vorbereitung

Wer mal unvorbereitet in den ersten Zoom-Call gestartet ist, wird wissen: Bei der Videokonferenz kann ungeahnt viel schiefgehen. Bei einer Online-Bewerbung ist es entscheidend, das Ganze mindestens einmal unter realen Bedingungen (Outfit, Hintergrund, Lichtverhältnisse) durchzuspielen, am besten auf der später genutzten Plattform und mit einem Gesprächspartner. Zur Not lässt sich der Testlauf aber auch solo per Gratis-Videosoftware aufzeichnen.

Klären Sie vorab, wer wen anruft und halten Sie für den Notfall Telefonnummer und E-Mail-Adresse Ihrer Kontaktperson bereit, falls es technische Probleme gibt. Wer bei dem noch ungewohnten Format besonders aufgeregt ist, kann sich vielleicht mit diesem Umstand beruhigen: Ein Video-Call ist meist nur für das erste Kennenlernen gedacht und ein einfacher Weg, um offensichtlich ungeeignete Bewerber auszusieben. Viele Unternehmen legen Wert darauf, Kandidaten noch einmal zu einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht einzuladen.

 


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