Ideen3 Arten von Brainstorming für gute Ideen

Zum Brainstorming braucht man den richtigen Gesprächspartner
Zum Brainstorming braucht man den richtigen Gesprächspartnerrawpixel auf Pixabay

#1 Brainstorming mit Kollegen

Im freien Gespräch mit Kollegen kommt man häufig auf die besten Ideen. Dabei müssen die Partner nicht unbedingt mit dem konkreten Projekt vertraut sein. Sie sprechen aber grundsätzlich dieselbe Sprache und sind mit den Parametern vertraut, in denen Sie agieren müssen. Da kann es gut passieren, dass die Kollegin nach der kurzen Einführung ins Thema an der Kaffeemaschine plötzlich die entscheidende Lösung auf dem Silbertablett präsentiert. Das ist keine Niederlage, schließlich hat man 99,99 Prozent der Arbeit getan. Manchmal steckt man aber schlicht zu tief drin, um am Ende noch den Blick für das große Ganze zu haben. Stichwort: Fachidiot.

Brainstorming unter Kollegen immer auch eine Vertrauensfrage. Wer befürchtet, sich mit einer vermeintlich dummen Idee eine Blöße zu geben, wird mit dieser Methode nicht weit kommen. Bei der Wahl des Gesprächspartners ist deshalb in erster Linie das persönliche Verhältnis und dann erst die fachliche Qualifikation entscheidend.

#2 Brainstorming mit fachfremden Experten

Niemand ist eine Insel – das gilt auch für Menschen auf der Suche nach Antworten. Manchmal ist es hilfreich und gesund, den eigenen Fachbereich zu verlassen. Brainstorming mit Freunden oder Bekannten aus anderen Berufszweigen weitet den Horizont. Plötzlich ergeben sich Parallelen zu völlig artfremden Themen, die einen neuen Blick ermöglichen. Da kriegt der Statistiker womöglich wertvollen Input von der Polizistin oder die Informatikerin vom Supermarkt-Azubi. Jeder Mensch ist für sein Berufsfeld ein Experte und irgendwie hängt alles mit allem zusammen. Wer ein kompliziertes Thema für einen Laien verständlich aufbereiten muss, dringt außerdem automatisch zum Kern vor. Da gerät das Brainstorming zur Turbo-Analyse.

#3 Brainstorming vor Laien

Die Lösung liegt Ihnen quasi auf der Zunge? Dann könnte „Brainstorming mit Zuschauer“ die Lösung sein. Manchmal muss man sich einfach selbst reden hören. Das ist kein egozentrisches Gehabe, sondern ein wertvolles Instrument bei Problemlösungen. Im Englischen spricht man davon, dass jemand als „Sounding Board“, also als Resonanzboden, für noch unausgegorene Ideen fungiert. Bereits das Formulieren und Hören bis dato rein „verinnerlichter“ Gedankengänge führt womöglich zum entscheidenden Sinnes-Impuls. Beim lauten Denken ist es allerdings nur höflich, den weitgehend zur Passivität verdammten Partner vorzuwarnen.