DigitalisierungWozu eine Fabrik einen elektronischen Hund braucht

Mitarbeiter mit Roboter Fifi
Mitarbeiter mit Roboter FifiBär

Das Problem

In Fabrikhallen müssen Arbeiter oft ermüdende und eintönige Dinge tun: tragen, schieben, heben. Das kostet Zeit und Kraft, die für anspruchsvollere Aufgaben genutzt werden könnten. Maschinen, die dagegen helfen sollen, sind bisher an feste Wege oder eine bestimmte Programmierung gebunden. Sie lassen sich daher nur schwer flexibel einsetzen.

Wie der Roboter gesteuert wird
Wie der Roboter gesteuert wird

Die Lösung

Die baden-württembergische Firma Bär Automation hat einen Roboter namens Fifi gebaut – der schwere Lasten tragen oder ziehen und einem Arbeiter überall hin folgen kann. Gesteuert wird das Gerät per Handzeichen, nachdem es einen bestimmten Anwender als „Herrchen“ identifiziert hat. Bei Bedarf kann es weggeschickt werden.

„Die Idee kam uns beim Spielen mit der X-Box“

Philip Kirmse
Philip Kirmse

Philip Kirmse, stellvertretender Vertriebsleiter Logistik-Automation

Einem Roboter zuwinken – das klingt ein bisschen nach Kinderzimmer.

So ganz falsch ist das nicht. Die Idee dafür ist uns beim Spielen mit der X-Box gekommen. Auch dort werden ja Bewegungen in Eingabebefehle umgewandelt. Wir haben diese Art der Bildauswertung auf ein industrielles Umfeld übertragen.

Aber warum geht die Kommunikation nicht auch anders?

Naja, mit dem Roboter zu sprechen, hat in einer lauten Fabrikhalle wenig Sinn. Da gibt es zu viele andere Geräusche. Und wenn der Arbeiter das Gerät berhren soll, dann muss er ständig hinlaufen oder es direkt neben sich haben. Das bringt dann wenig Vorteile.

Bisher kann Ihre Maschine nur tragen und heben. Geht da noch mehr?

Je kreativer die Ingenieure, desto mehr Möglichkeiten gibt es im Prinzip. Man könnte auch einen weiteren Roboter oben draufsetzen, der noch mehr kann. Aber jetzt testen wir das System erst mal mit Pilotprojekten – zum Beispiel im Automobilbau.