Rüstungsindustrie Diese gescheiterten Rüstungsprojekte kosteten Milliarden

Die Eurohawk steht auf einer Wiese auf der ILA 2006
Die Aufklärungsdrohne, Eurohawk, der Bundeswehr auf der ILA 2006 in Berlin-Schönefeld
© IMAGO / Enters
Teuer, peinlich, tödlich – die Liste der gescheiterten Rüstungsprojekte in Deutschland ist lang. Eine Warnung für heute: Rüstungsskandale passierten oft bei einer schnellen Aufrüstung der Bundeswehr

Rüstungsskandale begleiten die Bundeswehr seit ihrer Anfangszeit. Einige der größten Reinfälle ereigneten sich unter Verteidigungsminister Franz Josef Strauß (CSU) in der Regierungszeit Konrad Adenauers. Der Bayer kaufte Panzer, die nicht einsatzfähig waren oder U-Boote, deren Hülle kein Meerwasser vertrug. Gescheiterte Rüstungsprojekte sind aber nicht nur peinlich und kosten Milliarden. Sie können auch viele Soldaten in den Tod reißen. Ein von Strauß bestelltes Überschallflugzeug etwa war als „Witwenmacher“ berüchtigt.

Deutsche Rüstungsskandale

Rüstungsprojekte – bei denen schon mal Mitglieder europäischer Königshäuser von Waffenherstellern geschmiert werden – scheiterten aber nicht nur in den Anfangstagen der Bundesrepublik, sondern ziehen sich bis heute durch die Geschichte der Bundeswehr. Die soll nach dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine rasch mit einem Sondervermögen von 100 Mrd. Euro modernisiert werden. Die Kompatibilität mit US-Atomwaffen spielt dabei plötzlich wieder eine große Rolle. Die Geschichte warnt jedoch: Die rasche Aufrüstung nach dem Zweiten Weltkrieg oder zur Hochphase des Kalten Krieges hat in Deutschland zu etlichen Fehlinvestitionen geführt – mit teils tödlichen Folgen.

Dies sind einige der größten gescheiterten Rüstungsprojekte Deutschlands


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