FintechNumbrs, Heymoney, Treefin: der schwere Weg der Multibanking-Apps

Multibanking als Feature – nicht als eigenes Produkt.Jonas Leupe/Unsplash

Es war das Ideal, nach dem Banking-Vordenker und Fintech-Gründer gleichermaßen strebten: Eine App, die den Zugriff auf alle eigenen Bankkonten ermöglicht. Ein „Financial Home“, mit dem sich kontenübergreifend sämtliche Ein- und Ausgaben überblicken und die Daten analysieren lassen. „Ich will den ersten echten Internet-Konzern Europas gründen“, verkündete etwa der Multibanking-Pionier Martin Saidler, ein Mann mit schwarzem Steve-Jobs-Pulli, zu dessen Investoren Promis wie Josef Ackermann gehörten – und dessen Startup Numbrs vor einigen Jahren tatsächlich zum Unicorn aufstieg, nur um bald darauf krachend abzustürzen. Nach diversen Pivots kam die App zuletzt nur noch auf rund 1.000 Downloads pro Monat, zeigt das Analysetool Airnow.

Es waren jedoch nicht nur Fintechs, die sich vom Multibanking-Ansatz mehr versprachen, als dieser bis heute hat einlösen können. Bei der Deutschen Bank zum Beispiel warben die digitalen Vorzeigemanager um Markus Pertlwieser jahrelang für die Idee – und verließen irgendwann auf halber Strecke das Haus, um andernorts auf mehr Verständnis zu stoßen. Bei diversen Sparda-Banken? Geriet die Einführung der Multibanking-App TEO zur Kraftprobe mit den eigenen Kunden. Anderen Banken wie die ING Diba? Die teilte auf Nachfrage in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit, dass sie das Thema „beobachtet“. Zur Umsetzung allerdings kam es nie, ebenso wenig wie bei der anderen großen Onlinebank hierzulande, der DKB.

Womöglich gab es gute Gründe für die Zurückhaltung. Denn: In diesen Wochen mehren sich die Indizien, dass sich Multibanking-Lösungen nicht wirklich durchsetzen – egal ob bei Banken, Fintech oder sonstigen Anbietern.

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